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Bauindustrie enttäuscht Weniger Baugenehmigungen für neue Wohngebäude

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie ist enttäuscht von der Entwicklung der Wohnungsbaugenehmigungen im ersten Quartal dieses Jahres. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr wurden insgesamt 3,4 Prozent weniger Baugenehmigungen für neue Wohngebäude erteilt.

"Wir sind von der Entwicklung der Wohnungsbaugenehmigungen im ersten Quartal dieses Jahres enttäuscht. Der gute Start im Januar hat sich leider nicht fortgesetzt", sagt Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. "Insbesondere die Genehmigungen von neuen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sind zurückgegangen – und hier herrscht vor allem in den Großstädten weiterhin Mangel. Ohne eine ausreichende Bautätigkeit wird sich der Mietwohnungsmarkt in den Ballungszentren so schnell nicht wieder entspannen." Demnach sei im ersten Quartal der Neu- und Umbau von insgesamt 75.600 Wohnungen genehmigt worden, 2,8 Prozent bzw. 2.200 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Rückgang sei überwiegend auf den Neubau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zurückzuführen, welcher um 4,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau läge.

"Den Wohnungsbau kurbelt man nicht an, indem man ständig über Enteignung und das Einfrieren der Mieten diskutiert", sagt Babiel. "Hiermit erreicht man nur das Gegenteil - die Investoren ziehen sich zurück. Es müssten jetzt endlich die wirklichen Probleme, wie fehlendes Bauland, die unterschiedlichen Landesbauordnungen, die Grundstücksspekulation und die Blockade der Sonderabschreibung angegangen werden."

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