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Produktkettennachweis für Produkte aus nachhaltiger Forstwirtschaft HFBB Holzfensterbau Bernau erhält Holzzertifikat für Ausschreibungen

Der Brandenburger Fensterbaubetrieb HFBB Holzfensterbau Bernau, ein Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes ProHolzfenster (BPH), ist seit Anfang September nach den Standards des Zertifizierungsprogramms PEFC zertifiziert.

Mit dem PEFC-Zertifikat erbingt Fensterbaubetrieb HFBB Holzfensterbau Bernau den Produktkettennachweis für Produkte aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Das Zertifikat ist seit Oktober 2017 eine Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen des Bundes, des Landes Berlin und weiterer Bundesländer und Kommunen.

Überreicht wurde das Zertifikat von Manuel Fahrenberg, Vertriebsleiter bei TÜV Rheinland DIN Certco. "Ich bin überzeugt, dass die Zertifizierung ein guter und nützlicher Schritt ist, da das Unternehmen nun die Anforderungen jeglicher öffentlicher Ausschreibungen erfüllt und gleichzeitig ein klares Bekenntnis zur nachhaltigen Fortwirtschaft öffentlich dokumentiert", sagte Fahrenberg. "Als gebürtiger Bernauer bin ich natürlich besonders stolz, ausgerechnet einem Bernauer Betrieb das Zertifikat überreichen zu dürfen."

PEFC-Zertifikat ist Voraussetzung für Teilnahme an öffentlichen Ausschreibung

Karsten Häber, Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes ProHolzfenster, erklärte in einer kurzen Erwiderung, dass er vor einem Jahr noch fest überzeugt gewesen sei, ein solches Zertifikat nicht zu benötigen. Eine verlorene Ausschreibung und der wiederholt aufgetauchte Hinweis, dass der Zuschlag eine Zertifizierung voraussetze, hätten ihn eines Besseren belehrt. "Jeder Betrieb, der Aufträge mit öffentlichen Geldern realisiert, wird das Zertifikat über kurz oder lang benötigen", sagt Häber.

Häber lobte die gute Vorbereitung und Schulung durch den Gruppenmanager Bernd Bielen vom Unternehmen It‘s Business Time, das sich auf die PEFC-Zertifizierung von kleinen und mittleren holzverarbeitenden Betrieben aus ganz Deutschland spezialisiert hat. "Wenn jemand wie Karsten Häber eine solche Entscheidung trifft, dann ist das ein klares Signal an die gesamte Branche, dass die Zertifizierung notwendig und zeitgemäß ist", sagt auch Bielen. Er hob die enge, langjährige Zusammenarbeit mit dem Fachverband Tischler Brandenburg bei der Zertifizierung seiner Mitgliedsunternehmen hervor und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass diesem Beispiel weitere Fachverbände folgen mögen.

Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland, schlug die Brücke zur Forstwirtschaft und betonte, dass zertifiziertes Holz etwas Besonderes sei. "Nur elf Prozent der weltweiten Wälder werden nachweislich nachhaltig bewirtschaftet." Damit die Botschaft der Nachhaltigkeit weiter erfolgreich transportiert werde, brauche man das Engagement der großen Papierfabriken ebenso wie das der Handwerksbetriebe. "Deshalb bin ich froh, dass die Gruppenzertifizierung des Bundesverbandes ProHolzfenster anfängt, Früchte zu tragen", sagt Teegelbekkers.

Heinz Blumenstein, geschäftsführendes Vorstandsmitglied im BPH, beschrieb die Entscheidung seines Verbandes zur PEFC-Gruppenzertifizierung in Zusammenarbeit mit It‘ Business Time als einen Prozess "durchaus langer, kontroverser und schwieriger Diskussionen". Gemäß der Devise "Wenn ein Pferd tot ist, kann man nicht mehr auf ihm reiten", habe man sich der durch den Gesetzgeber vorgegebenen Herausforderung gestellt und in der Gruppenzertifizierung letztendlich eine praktikable und kostengünstige Lösung gefunden. Nun liege die Verantwortung beim Bund, den Ländern und den Kommunen, genügend Aufträge auszuschreiben, damit sich der Aufwand der zertifizierten Betriebe an Geld, Zeit und Bürokratie auch zurückzahle.

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