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Hauptsitz zeigt Dualität in der Architektur Eine gelungene Verbindung von Alt und Neu

Nach mehrjähriger Bauzeit hat ein böhmischer Glas- und Leuchtenhersteller seinen neuen Hauptsitz im tschechischen Nový Bor bezogen. Zwei unter Denkmalschutz stehende Gebäude sind nun saniert und um ein modernes Glashaus ergänzt.

Der neue Hauptsitz des Glas- und Leuchtenherstellers Lasvit im tschechischen Nový Bor spiegelt sowohl die Philosophie des jungen Unternehmens als auch die jahrhundertealte Glasbläsertradition der Region wider. Die Kleinstadt befindet sich im Herzen des sogenannten Crystal Valley, der Region in Böhmen, die für ihr Kristallglas bekannt ist. Zwei historische Gebäude wurden aufwendig restauriert und um zwei zeitgenössische Neubauten in Form eines schwarzes Zementhauses und eines transparent-weißen Glashauses miteinander verbunden.

Wie ist die Fassade konstruiert?

Das Glashaus ist vollständig mit 1.400 transluzenten, quadratischen Glasfliesen verkleidet, die Lasvit eigens für diesen Zweck hergestellt hat. Diese erinnern in Form, Textur und Anwendung an traditionelle Schieferschindeln, die diagonal übereinander gelegt werden.

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Die selbsttragende Fassade wurde an einer Metallkonstruktion befestigt, die wiederum die Form des Gebäudes kopiert. Der Architektenentwurf sah vor, die Verkleidung des Hauses vom Gehweg bis zum Dach aus Komponenten zusammenzusetzen. Die Fliesen sind so konstruiert, dass sie auch für andere Gebäude als Verkleidung eingesetzt werden können. Auch für die Türen, das Dach und die Ecken wurden verschiedene Elemente geschaffen.

Mehr dazu in GFF 5/21, das Heft erscheint am 11. Mai.

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