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15 Prozent Corona-Bonus für Aussteller Bau 2021 weiter auf Kurs

Die Bau 2021 ist weiter auf Kurs und wird der Branche vom 11. bis 16. Januar auf dem Münchner Messegelände eine attraktive Plattform bieten können. Dies ist das Ergebnis der jüngsten Sitzungen von Fachbeirat und Kuratorium mit Vertretern führender Aussteller und Fachverbände. Warum die Veranstalter optimistisch sind, lesen Sie hier.

Die Entwicklungen der vergangenen Wochen und das positive Feedback aus dem Fachbeirat stimmen Reinhard Pfeiffer, den stellv. Vorsitzenden der Messe München, sehr zuversichtlich: "Die Bau ist nach wie vor hervorragend gebucht, vor allem aus dem Ausland ist die Nachfrage hoch. Ich bin mir außerdem sicher, dass das Geschäftsleben über den Sommer und Herbst weiter an Fahrt aufnehmen wird." Mit einem 15-prozentigen Bonus auf den Beteiligungspreis will die Messe München den Ausstellern die Möglichkeit geben, verstärkt in die Einladung ihrer Kunden zu investieren. "Sicher werden wir bei der Besucherzahl diesmal Abstriche machen müssen. Aber mit unseren gemeinsamen Anstrengungen werden sich Qualität und auch Quantität der Besucher wieder auf einem hohen Niveau bewegen", sagt Pfeiffer.

„Die Mutigen müssen Flagge zeigen“

Dieter Schäfer, Chef der Deutschen Steinzeug und Vorsitzender des Austellerbeirats der Bau, zieht stellvertretend für die Aussteller folgendes Fazit: "Es ist an der Zeit, dass wir unsere Kunden, ob alte oder neue, wieder einmal persönlich treffen. Die Mutigen müssen jetzt Flagge zeigen". Kein digitales Format könne den persönlichen Austausch ersetzen. "Die Wirtschaft forderte immer Perspektiven und ein verlässliches Ausstiegsszenario – das bietet uns jetzt die Bau. Wir müssen nur den ersten Schritt tun", sagt Schäfer. "Nur so können wir unser Geschäft nachhaltig wieder in Gang bringen."

Schutz- und Hygienekonzept: Stand heute

Nach dem Beschluss vom 27. Mai, dass Messen in Bayern wieder stattfinden können, hat die bayerische Staatsregierung am 23. Juni ein entsprechendes Schutz- und Hygienekonzept verabschiedet. Dieses bildet die Basis für die Wiederaufnahme des Messebetriebs. Eckpfeiler des Konzepts sind: Abstandsgebot, Hygiene und Nachverfolgbarkeit aller Teilnehmer. Zu den Hygienemaßnahmen gehören u.a. eine erhöhte Taktung der Reinigung und das Aufstellen von Desinfektionsständern. Was eine mögliche Maskenpflicht angeht: Im September, vor Beginn der Herbstmessen, soll laut Messe München noch einmal geprüft werden, ob diese tatsächlich notwendig ist. In jedem Fall aber könne die Maske bei Kundengesprächen an Tischen abgenommen werden – eine ähnliche Regelung, wie sie in der Gastronomie üblich ist. "Dies ist der aktuelle Stand", betont Reinhard Pfeiffer. "Wir hoffen aber, dass es im Zuge eines günstigen Pandemieverlaufs weitere Lockerungen geben wird."

100.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche fest vergeben

Die Planungen für die Bau 2021 laufen unterdessen auf Hochtouren. Zwar haben sich diesmal einige bekannte Namen und Marken wie Schüco, Roto oder Gretsch-Unitas gegen eine Teilnahme an der Bau entschieden, andererseits gebe es auch eine hohe Flächennachfrage, vor allem aus dem Ausland. 80 Prozent der verfügbaren Ausstellungsfläche, das sind zirka 100.000 Quadratmeter netto, sind nach Messeangaben bereits vergeben. Das entspricht dem Niveau wie vor zwei Jahren. Etwa ein Drittel der Ausstellungsfläche sei von internationalen Ausstellern gebucht worden. Besonders hoch sei die Nachfrage aktuell aus Belgien und Polen, aber auch aus von Corona besonders stark betroffenen Ländern wie Italien und Spanien. Angesichts dieses Buchungsstands geht die Messeleitung davon aus, wieder alle 18 Messehallen belegen zu können.

Neue Online-Angebote

Die Bau wird auch virtuell präsent sein, ihre Online-Angebote weiterentwickeln und neue ins Programm nehmen – dies insbesondere als Angebot für alle, die nicht persönlich nach München kommen können.

  • Die neu entwickelte Connect-App bietet verbesserte Chat-Funktionen und Matchmaking-Formate.
  • Teile des Forenprogramms können gestreamt werden, ebenso Vorträge und andere Aktivitäten aus dem Digital Village und vom Treffpunkt Handwerk.
  • Aussteller erhalten die Möglichkeit, (potenzielle) Kunden auch virtuell zu erreichen. Basis hierfür sind die Kundendaten der Bau sowie die Trusted Targeting Technologie der Messe München.
  • Schließlich wird es auch Live-Bilder von der Bau geben. So bekommen alle Interessierten auch aus der Ferne zumindest einen Eindruck vom Messegeschehen – und können dann immer noch spontan nach München reisen.

Sonderthema Corona

Auch das Forenprogramm, angelehnt an die Leitthemen Digitale Transformation, Herausforderung Klimawandel, Ressourcen & Recycling sowie Zukunft des Wohnens, werde wieder Top-Referenten aus ganz Europa zusammenführen. Neben den Leitthemen wird die Bau die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie als Sonderthema in den Fokus stellen. Was bedeutet Corona für die Bauwirtschaft im In- und Ausland? Und welche Folgen hat der durch Corona angestoßene Digitalisierungsschub für die Branche? Diese und viele andere Fragen rund um die Epidemie werden auf der Bau diskutiert und erörtert.

"Die Bau hat immer bewiesen, dass auf sie gerade unter schwierigen Bedingungen Verlass ist. So hat sie sich beispielsweise bei der Finanzkrise im Jahr 2009 gegen alle Widerstände als feste Größe erwiesen. Das wird auch diesmal wieder so sein", lautet das Fazit von Projektleiter Mirko Arend.

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