Die nächste Ausgabe der GFF, die am 13. Oktober erscheint, steht im Zeichen der glasstec in Düsseldorf. Doch das Heft hält weit mehr bereit: vom Wunschthema "RAL-Montage im Praxischeck" bis zum Besuch in Meesenburgs Showroom für Baukörperanschlüsse.
Die Oktoberausgabe der GFF versammelt auf mehr als 110 Seiten Fachwissen, Praxisberichte und Branchennews für Glaser, Fensterbauer, Metallbauer und Entscheider in der Glas- und Fensterindustrie. Im Mittelpunkt steht die glasstec 2026, die vom 20. bis zum 23. Oktober in Düsseldorf stattfindet – doch auch darüber hinaus liefert das Heft zahlreiche Impulse für den Arbeitsalltag.
Titelthema: glasstec 2026 in Düsseldorf
Mehr als 1.150 Aussteller aus 48 Ländern erwarten die Fachbesucher auf der internationalen Leitmesse der Glasbranche. Wir widmen dem Branchentreffen am Rhein einen umfangreichen Schwerpunkt ab Seite 24. Chefredakteur Holger Dirks gibt einen Überblick über die Messeschwerpunkte, das Programm der Sonderschau glass technology live und die Glass Trends Sessions.
Auf den Seiten 28 bis 31 kommen Aussteller wie Hegla, Quanex Edgetech, Lisec, Soudal, Bohle, Fineo (AGC), Lumeso und Glaston in einer Umfrage zu Wort und verraten, welche Highlights sie auf ihren Ständen zeigen. Ergänzend berichten Fachbesucher und Branchenvertreter ab Seite 44, mit welchen Erwartungen sie nach Düsseldorf reisen.
Besonders lesenswert sind die ausführlichen Ausstellerberichte ab Seite 32: Hegla feiert auf der Messe sein 50-jähriges Firmenjubiläum und präsentiert u.a. die Dünnglasschneidanlage Galactic TG, die vollautomatische VSG-Zuschnittanlage Prolam Neo LSR, das ERP-System glass365 von Hegla-Hanic sowie Laseranwendungen von Hegla boraident für Vogelschutzglas und Mobilfunkdurchlässigkeit. Edgetech rückt gewichtsreduzierte Isolierverglasungen in den Fokus – von Skinny Triples mit Dünnglas bis zur Hybrid-Verglasung Hylight des norwegischen Start-ups Hybridized. Biesse zeigt sein Maschinenportfolio für die Glasbearbeitung, Glaston setzt auf intelligente Automatisierung beim Vorspannen, Laminieren und in der Isolierglasherstellung.
Lisec stellt eine Laseranlage, die zwei Strahlquellen vereint, eine Isolierglaslinie für thermoplastische Abstandhalter sowie Softwarelösungen und Serviceangebote vor. Soudal präsentiert eine hitzebeständige Butyl-Lösung für die Primärversiegelung von Isolierglas sowie sein durchgängiges Produktsystem From Glass to Wall. Berger Flachglastechnik zeigt Maschinen seiner Partner Enkong, Sulak und Stefiglass.
Technische Beratung: Meesenburg-Showroom und Praxistipp zur Montage einer Nebeneingangstür
Ab Seite 18 berichtet Holger Dirks über den Besuch im Showroom von Meesenburg für Baukörperanschluss-Systeme in Kirchheim bei München. Die Eigenmarke Blaugelb verbindet dort Befestigung, Abdichtung und Dämmung zu geprüften Systemen mit Europäischer Technischer Bewertung (ETA). Thomas Aschenbrenner, Leiter Anwendungs- und Systemtechnik bei Meesenburg, erläutert, wie 22 drehbare Exponate, mehr als 6.500 Regeldetailzeichnungen und eine Musterwerkstatt Planern, Fensterbauern und Architekten bei der Arbeit helfen. „Kein einziger Termin war unter dreieinhalb Stunden", sagt Aschenbrenner über die ersten Erfahrungen.
Auf den Seiten 14 bis 16 zeigt der GFF-Praxistipp Schritt für Schritt, worauf Fachbetriebe bei der Montage einer Nebeneingangstür mit RC2-Widerstandsklasse achten sollten – von der Rahmensetzung über die Schwellenabdichtung bis zur Dreifachverriegelung.
Glas: Qualitätssicherung, KI-Strategien, Kreislaufwirtschaft, Sonnenschutz im SZR
Redakteurin Isabell Peter war bei AGC Interpane in Plattling zu Gast, als das ift Rosenheim im Auftrag der Gütegemeinschaft Flachglas die Fremdüberwachung von Mehrscheiben-Isolierglas ausführte (ab Seite 56). Der Beitrag dokumentiert detailliert, wie werkseigene Produktionskontrolle und externe Prüfung zusammenspielen – von der Thermowaage für die Feuchteprüfung des Spacers über den Butterfly-Test für den Sekundärdichtstoff bis zur Herstellung von Testscheiben für die Kurzzeit-Klimaprüfung.
Ab Seite 54 ordnet Jörg Schulze Greiving von CSG Aupos ein, warum mittelständische Glasbetriebe jetzt die Grundlagen für eine KI-Strategie legen sollten. Er beschreibt konkrete Einsatzfelder wie automatisierte Auftragserfassung und Wissensmanagement und betont: „KI soll den Glasprofi nicht ersetzen. Sie soll ihm Routinearbeit abnehmen."
Redakteurin Kirsten Friedrichs beleuchtet ab Seite 70 die Kreislaufwirtschaft bei Flachglas. Saint-Gobain, AGC Glass Europe, Hegla und Lisec berichten über ihre Strategien – von CO₂-reduziertem Glas über Sammelservices für Altglas bis zu Maschinen für das sortenreine Auftrennen von End-of-Life-Isoliergläsern.
Holger Dirks interviewt ab Seite 64 Werner Stiglauer von Rosenheimer Glastechnik über Sonnenschutzsysteme im Scheibenzwischenraum (SZR). Stiglauer erläutert, wie die Branche Kinderkrankheiten überwunden hat und warum die Aufnahme eigener Kennwerte für SZR-Systeme in die DIN 4108-2 ein Meilenstein für den sommerlichen Wärmeschutz ist.
Weitere Glasthemen: 150 Jahre Frerichs Glas (Seite 60), die Online-Plattform zukunft-glaser.de für die Nachwuchssuche im Glaserhandwerk (Seite 62), 40 Jahre Glasprofi (Seite 68) sowie ein Beitrag über Sicherheitsglas für anspruchsvolle Villenarchitektur von Silatec (Seite 63). Auf Seite 52 stellt BRF Solutions sein ERP-System Safir und die integrierte Lösung für Glasbetriebe vor.
Fenster: Neuheiten von Veka, EBH-Vorstand im Interview, Nordtreff Fenster Fassade und BPH-Kongress
Redakteur Matthias Metzger stellt ab Seite 78 vor, wie Veka mit dem Profilsystem Pure 82, der Dekorfolien-Linie Feinstruktur und dem Hybridsystem Aluconnect ein einheitliches Fassadenbild aus Kunststoff und Aluminium ermöglicht. Bei Aluconnect, einem Aluminiumsystem mit PVC-Kern, mache die Verschweißung des Kunststoffkerns erstmals eine industrielle Fertigung ohne Eckverbinder möglich, sagt Arne Post, Leiter Produktmanagement bei Veka.
Holger Dirks führt ab Seite 74 ein ausführliches Interview mit Tammo Berner, Vorstand der Euro Baubeschlag Handel (EBH) in Wuppertal. Berner berichtet über den gelungenen Generationenwechsel, ein Umsatzplus von mehr als acht Prozent trotz schwacher Baukonjunktur, die Bedeutung von KRITIS als Vertriebschance und die Rolle von Qualifizierung und Digitalisierung im Beschlaghandel.
Kirsten Friedrichs berichtet ab Seite 80 vom Nordtreff Fenster Fassade in Brockel, der mit 250 Teilnehmern und 30 Ausstellern einen Rekord aufstellte. VFF-Geschäftsführer Frank Lange prognostizierte dort ein Wachstum des Fenstermarkts um 3,1 Prozent auf 13,28 Millionen Fenstereinheiten im Jahr 2026.
Ab Seite 82 blicken Kai Pless (Bundesverband Pro Holzfenster), Thomas Wiesmann (Warema) und Rolf Egerter (Weinig) in Kurzinterviews auf den BPH-Partnerkongress zurück, bei dem es um die Verzahnung von Holzfenster, Sonnenschutz und Automatisierung ging.
Wunschthema: RAL-Montage in der Realität
Das von den Lesern gewählte Wunschthema ab Seite 98 widmet sich der Frage, wo bei der Fenstermontage im Bestand Anpassung endet und Improvisation beginnt. Isabell Peter sprach mit Wolfgang Jehl vom ift Rosenheim und dem Sachverständigen Marc Schütt über Sonderlösungen, typische Mängel an Schnittstellen und Befestigungen sowie die Grenzen bei sicherheitsrelevanten Bauteilen. Jehl betont: „Bei Anforderungen gemäß der Orientierungshilfe im Montageleitfaden für den Sonderfall gilt der strikte Grundsatz: Entweder man macht es richtig, oder gar nicht."
Metall, Business und Referenzen
Holger Dirks fasst ab Seite 94 die Schüco Metallbau-Fachtage in Wertingen zusammen – mit Neuheiten bei Pfosten-Riegel-Fassaden, Structural Glazing und gebäudeintegrierter Photovoltaik.
Im Ressort Business geht es ab Seite 96 um die Haftungsfrage bei agentischer KI: Wer trägt die Verantwortung, wenn ein KI-Agent eigenständig handelt? Matthias Herrmann von Alleherzen ordnet die Pflichten nach dem EU AI Act ein und warnt vor Strafen bis zu 35 Millionen Euro.
In den Referenzen ab Seite 104 geht es um 525 Fenster für ein Studierendenwohnheim in Potsdam, das Fenster-Komplettsystem Windowment von Beck+Heun im Fertigteilbau sowie die Glasfassade des Reichshofstadions in Lustenau, die Glas Marte als Structural-Glazing-Konstruktion realisierte.
