Seit rund zweieinhalb Jahren trägt Tammo Berner die alleinige Verantwortung für die EBH AG in Wuppertal. Im Gespräch mit GFF erläutert er, warum der Generationenwechsel gelungen ist, wie sich die Vertriebskooperation in einem schwierigen Marktumfeld entwickelt und welche Rolle Qualifizierung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die Konsolidierung im Beschlaghandel künftig spielen werden.
GFF: Herr Berner, Sie tragen seit rund zweieinhalb Jahren die alleinige Verantwortung für die Euro Baubeschlag Handel AG, kurz EBH AG. Wie fällt Ihre erste Bilanz aus?
Tammo Berner: Sehr positiv. Es macht mir nach wie vor jeden Tag Spaß, zur Arbeit zu gehen – und das ist für mich ein wichtiger Maßstab. Der Übergang in die alleinige Verantwortung ist ausgesprochen gut gelungen.
Der Aufsichtsrat hat meinem Vorgänger und Vorstandskollegen Jens Schlaeger und mir bewusst die Möglichkeit gegeben, über einen längeren Zeitraum parallel zu arbeiten. Das war richtig und gerade in unserer Branche sehr wertvoll, denn persönliche Kontakte und ein belastbares Netzwerk sind entscheidend.
Mit Jens Schlaeger hat die Zusammenarbeit von Beginn an sehr gut funktioniert. Wir mussten uns gegenseitig nichts beweisen, sondern haben uns von Anfang an geschätzt.
Auch persönlich gab es erstaunliche Parallelen: Wir sind beide in Bremen geboren, haben beide einmal als DJ gearbeitet und hatten das Tanzen als Hobby.
Herr Schlaeger unterstützt das Unternehmen weiterhin. Wie wichtig ist diese Kontinuität?
Sie ist sehr wichtig. Ich habe keineswegs den Anspruch, alles genauso zu machen wie mein Vorgänger.
Wir haben die EBH schon während unserer gemeinsamen Zeit weiterentwickelt. Aber Jens Schlaeger ist nicht einfach verschwunden. Er steht uns weiterhin aktiv beratend zur Verfügung und bringt nach wie vor einen echten Mehrwert ein.
Die EBH ist auch ein Stück weit sein Kind. Solange er das Unternehmen sinnvoll unterstützen kann und möchte, wäre es falsch, auf diese Erfahrung zu verzichten.
