Sicherungstechnik hilft Zahl der Wohnungseinbrüche im Jahr 2024 leicht gestiegen

Erneut ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland gestiegen, wenn auch nur leicht. Das zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2024. Immerhin: In 45,7 Prozent der Fälle blieb es beim Einbruchversuch, auch dank entsprechender Fenster- und Türtechnik.

In 45,7 Prozent aller Einbruchsfälle im Jahr 2024 ist es beim Versuch geblieben. - © FVSB

Für das Jahr 2024 verzeichnet die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) einen leichten Anstieg (0,8 Prozent) beim Wohnungseinbruch. Insgesamt wurden 78.436 Fälle einschließlich der Einbruchsversuche erfasst. Das sind 617 Fälle mehr im Vergleich zum Vorjahr (2023: 77.819 Fälle).

Dennoch liegen die Fallzahlen im abgelaufenen Jahr weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie: 2019 wies die PKS noch 87.145 Fälle einschließlich Einbruchversuche aus.

Fast die Hälfte aller Einbrüche scheitert

Gleichzeitig blieben auch im Jahr 2024 nahezu die Hälfte (45,7 Prozent) der Einbruchsdelikte im Versuchsstadium stecken. Viele Einbrüche können durch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn verhindert werden – und nicht zuletzt durch sicherungstechnische Maßnahmen.

Der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) empfiehlt, entsprechende Schlösser und Beschläge in Fenster und Türen einbauen zu lassen. Eine Nachrüstung sei meistens mit wenig Aufwand möglich. "Die richtige Sicherheitstechnik stellen die Mitglieder unseres Verbandes her", sagt Stephan Schmidt, Geschäftsführer des FVSB. Die zirka 70 Unternehmen liefern umfassende Technik im Bereich des Einbruchschutzes.

Eine Nachrüstung sollte laut FVSB am besten noch vor dem nächsten Herbst geschehen. Denn auch das zeige die Statistik: Die Zahl der Versuche sowie der erfolgreichen Wohnungseinbruchdiebstähle steigt mit Beginn der dunklen Jahreszeit im Oktober deutlich an und bleibt bis März auf einem hohen Niveau.

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