Nicht nur in der Dunkelheit fühlen sich Einbrecher pudelwohl. Damit nur der eintreten kann, der einen Schlüssel zur Wohnung oder zum Haus hat, hält ein Holzgroßhändler verschiedene einbruchhemmende Türelemente für alle Sicherheitsstufen vor.
Der Wiesbadener Holzgroßhändler Becher arbeitet in Sachen einbruchhemmender Türelemente mit bekannten Herstellern wie Grauthoff, Prüm, Jeld-Wen, Dextüra sowie Westag zusammen. „Hält eine Tür dem Einbrecher mindestens drei Minuten stand, geben die meisten Kriminellen schon auf. Genau deshalb ist es so wichtig, einbruchhemmende Haus- und Wohnungseingangstüren einzusetzen“, appelliert Andreas Schmidt, Geschäftsleiter und Türenspezialist bei Becher. „Gerade Gelegenheitseinbrüche, bei denen die Einbrecher tagsüber mit geringer Werkzeugausstattung Wohnungseinbrüche verüben, sind oft nur erfolgreich, weil Türen viel zu wenig Schutz bieten.“
Zusammenarbeit mit Weiterverarbeitern
Das Unternehmen arbeitet in erster Linie mit Weiterverarbeitern zusammen. Dabei versteht man sich als „Partner des Handwerks“ und sehe das gemeinsame Wirken mit und für Schreiner und Tischler als Grundlage für die eigene Geschäftstätigkeit. „Aus diesem Grund agieren unsere Niederlassungen handelstreu. Die Montage der einbruchsicheren Elemente übernehmen folgerichtig Schreiner oder Montagebetriebe“, erklärt Produktmanager Ulrich Platz.
Einbruchhemmende Türen
als Verkaufsargument
Die Einbruchsicherheit werde in Beratungsgesprächen im Verhältnis zum Schallschutz leider nachrangig behandelt, weil dieser nach der DIN gefordert sei, ein wirksamer Einbruchschutz aber nicht. Dabei sei bei Endverbrauchern das Bedürfnis nach Sicherheit mindestens ebenso groß wie das nach Schallschutz. „Die Handwerker sollten im Beratungsgespräch gerade die Frage nach dem Sicherheitsbedürfnis klären, um für den Endkunden das optimale Element zu finden“, meint Platz.
Becher lässt seine Türelemente bei einer von DIN-CERTCO anerkannten Prüfstelle prüfen. Getestet werden die Elemente auf ihre Widerstandsfähigkeit innerhalb eines definierten Zeitraums, sei es auf körperliche Gewalt oder auch auf den Einsatz festgelegter Werkzeuge. Welche Tür zum Einsatz kommt, entscheide der jeweilige Zweck oder eben auch das individuelle Sicherheitsbedürfnis des Auftraggebers. Einbruchhemmende Holztür-Elemente aus dem Becher-Sortiment reichen von der Widerstandsklasse RC1N bis hin zu RC3. „Sicherheit erhält einen immer höheren Stellenwert“, ist sich der Produktmanager sicher. Parallel zu einem wachsenden Bedürfnis aufseiten des Endkunden sollte es das Ziel sein, dieses Bedürfnis über den Fachhandel abzudecken.
Zertifizierter Schutz
Sicherheitstüren verfügen über diverse Elemente, um Einbrüche zu verhindern. Dazu gehören verstärkte Türblattkonstruktionen sowie verstärkte Beschläge wie Bänder, Schlösser oder Schließbleche. Einbruchhemmende Schutzbeschläge vervollständigen die Schutzwirkung. Die Sicherheitselemente werden nach DIN EN 1627 in sechs Widerstandsklassen (Resistance Classes, kurz RCs) eingeteilt. Für die Wohnungseingangstüren relevant sind meist die Kategorien RC2 bis RC4. Türen der Klassen RC2 und RC3 sichern die Innenräume vor Einbruchversuchen, für die verschiedene Werkzeuge zum Einsatz kommen. Die Klasse RC4 geht davon aus, dass erfahrene Täter auch Sägewerkzeuge und Schlagwerkzeuge nutzen. „Empfohlen werden Türen ab den Widerstandsklassen RC2 bzw. RC3“, sagt Andreas Schmidt. „Entscheidend ist immer die individuelle Gefährdungsklasse, die das Risiko für das Objekt beschreibt.“
Staatlich geförderter Schutz
Generell schützen Funktionstüren nicht nur vor Einbruchversuchen, sondern auch vor unliebsamen negativen Einflüssen wie Schall, Feuer, Rauch, Wärme oder Feuchtigkeit. Becher-Fachberater informieren an zwölf Standorten im Westen Deutschlands. „Gerade beim Thema Einbruch lohnt es sich, sich genau zu informieren, denn der Einsatz einbruchhemmender Türen wird staatlich gefördert“, betont Andreas Schmidt (siehe Kasten).