Der Fensterbauer des Jahres 2024 in der Kategorie Produktentwicklung und Fertigung kommt aus Berlin. Die Jury überzeugte die Innovationsstärke des Familienunternehmens, das sich innerhalb der mehr als 65-jährigen Erfolgsgeschichte zu einem technologischen Vorreiter entwickelt hat.

In den letzten Jahren hat Hans Timm Fensterbau unter Führung der dritten Familiengeneration einen Transformationsprozess mit starkem Wachstum durchlaufen. Aus der im Jahr 1957 gegründeten Bautischlerei ist bis heute ein mittelständisches Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitenden geworden, das eine technologische Vorreiterrolle in der Branche einnimmt. An vier Standorten in Berlin-Marienfelde entstehen auf einer Produktionsfläche von insgesamt 19.000 Quadratmeter qualitativ hochwertige Holz-, Holz-Aluminium-, Aluminium-, Stahl- und Sicherheitsfenster sowie exklusive Fassadenelemente. Längst wurde die traditionelle Werkbank durch CNC-gesteuerte Maschinen abgelöst, die mit höchster Präzision jedes erdenkliche Produkt herstellen.
Die Geschäftsleitung setzt sich aus der zweiten Familiengeneration, vertreten durch Detlef und Bernd Timm, sowie Bastian Timm und Jonas Wilde in dritter Familiengeneration zusammen. „Unsere hochmodernen Produktionsstätten zählen – durch die hohen Investitionen der letzten Jahre – mittlerweile zu den modernsten in Europa“, schreibt Juniorchef Bastian Timm in der Bewerbung. Zeitgleich habe das Unternehmen seine CO2-Emissionen in den letzten neun Jahren um 83 Prozent reduzieren können. Ziel sei es, diese bis 2025 auf null zu senken.
Um den Wert des Produkts Fenster bekannter zu machen, hat Timm Fensterbau 2018 einen 850 Quadratmeter großen Showroom eingeweiht, der sich hoher Beachtung bei Architekten, Kunden und Zulieferern in Deutschland erfreut. Die Zusammenarbeit mit Investoren, Bauherren und Architekten hat auch dazu geführt, dass der Betrieb die Entwicklungen in der Zulieferbranche häufig mitprägt.
Innovationen als Antriebsfeder
Seine Innovationsstärke stellt das Unternehmen mit zahlreichen Neuentwicklungen unter Beweis. Maßstäbe setzt z.B. das Timm-Fenster- und Fassadenmodul. Das im vergangenen Jahr eingeführte Gesamtsystem vereint individuell konfigurierbare Zusatzkomponenten rund ums Fenster wie Sonnen- und Insektenschutz, Absturzsicherung und Schwelle. Durch die modulare Bauweise und den hohen Vorfertigungsgrad beschleunige es den Bauablauf, verkürze Bauzeiten, reduziere die Kosten und minimiere den Planungsaufwand.
Ein weiteres Highlight ist die neue Generation der Holz-Aluminium-Fenster mit sehr schmalen Ansichtsbreiten sowie hoher Flexibilität in Design und Konstruktion. Das System erreicht laut Timm beste Wärmedämmwerte für klimasicheres Bauen und wird standardmäßig als Low-Carbon-Produkt geliefert.
Auch im Bereich Hochsicherheitsfenster hat sich das Unternehmen durch langjähriges Know-how einen Namen gemacht. So sind die Lösungen u.a. in der Deutschen Botschaft Simbabwe, dem Bundesministerium für Gesundheit, dem Familienministerium sowie diversen Verfassungsorganen verbaut. Seit Kurzem ergänzt ein neues Holz-Beschussfenster in der Klasse FB7 die Plattform an zertifizierten Holz- und Holz-Aluminium-Fenstern im Hochsicherheitsbereich.
Die Sanierung von historischen Kastenfenstern hat sich ebenfalls zu einer wichtigen Säule entwickelt. 2023 hat das Team mehr als 5.500 Fenster energetisch modernisiert. „Nach teils mehr als 1,5 Jahren Forschung und Testanwendungen werden wir die Produktivität in diesem Jahr dank Lasertechnik und Cobot-Einsatz weiter steigern“, sagt Bastian Timm.
Tradition und Moderne vereint
Zukunft braucht Herkunft: Dieser Leitsatz begleitet die Familie Timm. Dazu heißt es in der Bewerbung: „Unsere Identität ist geprägt von der Geschichte der ersten und zweiten Generation sowie den Werten, die unser Unternehmen zu dem gemacht haben, für was es heute steht: Fleiß, Beharrlichkeit, Neugier, Zielstrebigkeit und die Suche nach maßgeschneiderten Kundenlösungen. Die Mission, das Erbe der Großeltern und Eltern zu bewahren und an die Anforderungen der Zeit anzupassen, ist der Treiber, unsere Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.“
Neben der handwerklichen Expertise verfügt der Fensterhersteller über ein junges, engagiertes Team mit hohen technischen Fähigkeiten. So sind die Mitarbeitenden bestrebt, sich kontinuierlich weiterzubilden und neue Herausforderungen anzunehmen.

