Spiegelnde Glasfassaden locken Vögel in tödliche Fallen – doch eine dezente Markierung kann das verhindern. Am Axel-Springer-Hochhaus in Berlin zeigt sich, wie Vogelschutz und Architektur zusammenfinden.

Städtische Glasfassaden stellen für Vögel eine erhebliche Gefahr dar. Die spiegelnden Oberflächen reflektieren Himmel und Vegetation und sind für die Tiere kaum als Hindernis erkennbar. Am Axel-Springer-Hochhaus in Berlin kam daher eine Vogelschutzmarkierung zum Einsatz, die funktionalen Schutz bietet und gleichzeitig die Optik der Fassade erhält.
Die zirka 1.800 Quadratmeter große Glasfassade wurde mit der Lösung Seen matt 9/90 mm nachgerüstet. Die Markierungen sind speziell für großflächige Glasfassaden entwickelt und bieten nach Herstellerangaben hohe Wirksamkeit bei gleichzeitig unauffälliger Optik.
Dezente Punkte mit großer Wirkung
Die Markierungen bestehen aus neun Millimeter großen Punkten mit einem Abstand von 90 Millimeter von Punktmitte zu Punktmitte. Mit einem Flächenanteil von nur zirka 0,8 Prozent bleiben sie für das menschliche Auge dezent, seien aber für Vögel zuverlässig und hochwirksam wahrnehmbar, wie Seen mitteilt. Die matte Oberfläche biete einen gut sichtbaren Kontrast zur spiegelnden Glasfläche.
Ausschlaggebend für die Anwendung am Axel-Springer-Hochhaus sei nicht nur die nachgewiesene Wirksamkeit gewesen, sondern auch das ansprechende Design der Markierungen, die sich ohne bauliche Eingriffe anbringen lassen.
Schnelle Umsetzung trotz Gebäudehöhe
Die Anbringung der Markierungen führte Fischer Sicherheitssysteme aus. Trotz der Höhe und Größe der Glasflächen konnte das Unternehmen das Projekt nach eigenen Angaben innerhalb kurzer Zeit präzise umsetzen und im März im vergangenen Jahr abschließen.
Mit Seen matt 9/90 mm zeigt das Projekt dem Hersteller zufolge, wie sich Vogelschutz, architektonische Ansprüche und behördliche Vorgaben miteinander verbinden lassen: Die Markierungen schützten Vögel zuverlässig vor Kollisionen und werteten die Glasfassade gleichzeitig optisch auf.