Deceuninck zeigt mit einem neuen Profilsystem den Stand der Technik in der Kreislaufwirtschaft der Baubranche. Das Fenster- und Türprofilsystem Phoenix besteht komplett aus Recyclingmaterial.
Deceuninck ist nach eigenen Angaben der größte Recycler von Hart-Kunststoff in den Benelux-Ländern. Demnach investiert das Unternehmen seit einiger Zeit in eine nachhaltige Zukunft und verarbeitet in seinen Profilen seit Jahren recycelten Kunststoff.
Phoenix ist nun das erste System, das zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff hergestellt wird. "Die neue Profilserie verleiht alten Materialien neues Leben, indem sie zurückgewonnen und recycelt werden, wodurch ihr Lebenszyklus verlängert wird: So wie Phönix sich aus seiner eigenen Asche erhebt", heißt es in einer Produktbeschreibung.
Das neue Sortiment ist hauptsächlich für das Projektgeschäft vorgesehen, in dem Nachhaltigkeit und eine geschlossene Kreislaufwirtschaft immer wichtiger werden.
Erste Projekte in den Niederlanden
Die Niederlande haben sich ehrgeizige Ziele für die Kreislaufwirtschaft gesetzt. Ab 2023 sollen zum Beispiel alle öffentlichen Aufträge mit recycelten Materialien ausgeführt werden. Bis 2030 will das Land den CO2-Verbrauch in der Bauindustrie halbieren, um bis 2050 eine vollständige Kreislaufwirtschaft zu erreichen. Es ist daher kein Zufall, dass die ersten Phoenix-Projekte in den Niederlanden realisiert wurden. So wurde zum Beispiel Anfang 2021 die Schule Aloysius-Stiftung in Eindhoven mit Phoenix-Fenstern ausgestattet.
"Seit Jahren setzen wir uns bei Deceuninck für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft ein", sagt Christian Dietl, Technischer Leiter Deceuninck DACH. "Deswegen freut es mich ganz besonders, dass wir nun mit Phoenix unseren Kunden erstmals Profile anbieten können, die zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial bestehen. Die Qualität ist dieselbe wie von herkömmlichen Profilen. Es ist uns sogar gelungen, eine besonders homogene Oberfläche zu erzeugen, die sich nicht von Profilen aus Neumaterial unterscheidet."
Profilsystem Elegant als Basis
Die Wiederaufbereitung von Kunststoff beeinträchtigt nicht seine Qualität, da das Material bis zu zehnmal wiederverwendet werden kann. Darüber hinaus führt das Recycling zu einer Energieeinsparung von 90 Prozent im Vergleich zur Herstellung von neuem Kunststoffrohstoff, teilt Deceuninck mit. Demnach schneiden die Phoenix-Kunststoffprofile in puncto Formstabilität, Widerstands- und Wärmedämmwerte ebenso gut ab wie andere Profile von Deceuninck. Die homogene Oberfläche der Phoenix Profile unterscheidet sich ebenfalls fast nicht von Profilen aus Neumaterial, heißt es.
Phoenix basiert auf dem Profil Elegant Infinity, das mit seinem flächenversetzten Design einen zeitlosen, modernen Look erzielt. Ausgewählte Profile sowie den Blockrahmen für den niederländischen Markt bietet das Unternehmen nun auch in einer Variante an, die zu 100 Prozent aus Recycling-Material besteht.

Engagement für eine nachhaltige Zukunft
Deceuninck hat nach eigenen Angaben 2012 mit dem Recycling begonnen. Damals nahm das Unternehmen eine Hightech-Recyclinganlage am Compounding-Standort in Diksmuide in Betrieb. 2018 erhöhte das Unternehmen die Recyclingkapazität auf 45.000 Tonnen Kunststoff. Das entspricht jährlich 2,3 Millionen Fenstern, die nicht deponiert oder verbrannt werden.
