Zahlreiche hochmotivierte junge Menschen konnten am 5. Juli 2024 an der Glasfachschule, dem Standort für die Glasberufe der Staatlichen Fachschule Weilburg-Hadamar, ihr Abschlusszeugnis entgegennehmen.

Aus der dreijährigen Vollzeitausbildung der Berufsfachschule und aus dem dualen System wurden Glasveredlerinnen und Glasveredler der Fachrichtung Glasmalerei und Kunstverglasung sowie der Fachrichtung Kanten- und Flächenveredlung, Glaser, Glasapparatebauerinnen und Glasapparatebauer, Flachglastechnologinnen und Flachglastechnologen sowie erstmalig auch Assistentinnen und Assistenten der Höheren Berufsfachschule in der Fachrichtung Gestaltungs- und Medientechnik verabschiedet und mit guten Wünschen ins Berufsleben entlassen. Die Staatliche Fachschule für Technik konnte in diesem Jahr eine Absolventin mit der Berufsbezeichnung Glastechnikerin in die Berufswelt entlassen.
Trotz digitalem Unterricht Ausbildung erfolgreich abgeschlossen
Der stellvertretende Landesinnungsmeister der Glaserinnung Hessen, Matthias Henrich, eröffnete als Moderator die Veranstaltung und dankte der Glasfachschule und der Kreishandwerkerschaft für die Organisation. Holger Schmidt, Oberstudiendirektor der Staatlichen Fachschule Weilburg-Hadamar sprach den Absolventen und Absolventinnen seine besondere Hochachtung aus, da der Beginn deren Ausbildung in die Endphase von Corona und somit noch ansatzweise in die Zeit des digital gestützten Unterrichts gefallen war.
Dank der Sportbegeisterung des Schulleiters wurde mit diesem Jahrgang der Sportunterricht eingeführt. Um die Freude an Bewegung weiter zu fördern, wurden ein Basketballplatz und ein Kraftraum für die Schüler errichtet. Highlights wie der Frankreichaustausch, die Teilnahme mit Motivwagen am Dreierbundzug in Hadamar sowie die Mitgestaltung eines Abends in der deutschen Botschaft in Rom förderten in den drei Ausbildungsjahren den Gemeinschaftssinn und das gute Image der Glasfachschule. Schrittweise soll der Standort Hadamar noch attraktiver gemacht werden und so stehen auch weitere bauliche und technische Veränderungen bevor.
Lebenslang lernen in einem zukunftsträchtigen Beruf
Neben dem Abteilungsleiter der Glasfachschule, Michael Kirsch lobte auch Landesinnungsmeister Martin Gutmann das Durchhaltevermögen der Absolventinnen und Absolventen und gratulierte zur Berufswahl in einem vielseitigen und zukunftsträchtigen Berufsfeld. Ehrengast Christoph Degen gratulierte im Namen der Hessischen Landesregierung und regte den Nachwuchs zum lebenslangen Lernen an. Das Land brauche ein starkes Handwerk und die Glasfachschule leiste hier ihren Beitrag, indem sie in der Regel Kammer-, Landes- und Bundessieger hervorbringt. Für ihn ist das Handwerk eine solide Grundlage und er sieht daher gute Chancen für die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen.
Ehrung der Jahrgangsbesten
Anschließend folgte die Zeugnisausgabe durch die Klassenleitungen für alle sowie die Ehrung der Jahrgangsbesten:
Für die Berufsschule im dualen System:
- Sophie Steinert, Glasveredlerin Fachrichtung Glasmalerei und Kunstverglasung, Durchschnittsnote 2,19
- Maike Füller, Glaserin, Fachrichtung Verglasung und Glasbau, Durchschnittsnote 1,31
- Vincent Schäfer, Glasapparatebauer, Durchschnittsnote 1,95
Für die Berufsfachschule:
- Oceane Reintgen, Glasapparatebauerin, Durchschnittsnote 1,7
- Josephine Schmitt, Glasveredlerin der Fachrichtung Glasmalerei und Kunstverglasung, Durchschnittsnote 1,3
- Leonard Kalusa, Glasveredler der Fachrichtung Glasmalerei und Kunstverglasung für die beste Abschlussarbeit
- Lyran Messlin, Glasveredler der Fachrichtung Kanten- und Flächenveredlung, Durchschnittsnote 1,5
Für die Höhere Berufsfachschule:
- Michelle Gerner, Gestaltungs- und Medientechnikerin, Durchschnittnote 1,0