Halle 15, Stand A48/49 Glaston: Weniger Handgriffe, mehr Glasqualität

Glaston präsentiert unter dem Motto "Glass.Automated" sein umfassendes Portfolio an Automatisierungslösungen für das Vorspannen und Laminieren von Glas sowie für die Isolierglasherstellung. Alle Lösungen seien darauf ausgelegt, den Kunden dabei zu helfen, nicht nur Schritt zu halten, sondern eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Der Glaston Autopilot reduziert die Komplexität des Vorspannprozesses auf drei Bedienungseingaben: Glasart, Dicke und Verarbeitungsmodus.
Der Glaston Autopilot reduziert die Komplexität des Vorspannprozesses auf drei Bedienungseingaben: Glasart, Dicke und Verarbeitungsmodus. - © Glaston

Beim Vorspannen von Glas setzt Glaston auf intelligente Automatisierung und Echtzeit-Qualitätskontrolle über den gesamten Produktionsablauf hinweg – von der Beschickung über den Vorspannprozess selbst bis hin zur Überwachung der Ausgabequalität und des Maschinenzustands.

Vom Gestell bis zur Spannungsprüfung automatisiert

Glaston Autopilot reduziert dem Hersteller zufolge den Vorspannprozess auf drei Bedienungseingaben: Glasart, Dicke und Verarbeitungsmodus. Alle weiteren Schritte übernehme das System und liefere in jedem Zyklus gleichbleibende, vorhersehbare Ergebnisse. So soll der Schulungsaufwand gering bleiben. Zudem lasse sich die Lösung über alle Produktionsmengen hinweg skalieren.

Die Ofenbelegung plant der Glaston Batch Optimizer. Die Software ist in das ERP-System des Kunden integriert und berechnet für jeden Ofenzyklus die effizientesten Beladungsmuster, indem er verschiedene Glasgrößen und Aufträge kombiniert, um Leerraum zu vermeiden und sicherzustellen, dass jeder Durchlauf die maximale Leistung erreicht.

Auf diesen Plänen baut Glaston Automatic Loading auf: Das System übernimmt die
automatisierte Beladung aus Gestellen auf Basis der vom Batch Optimizer festgelegten Abläufe. Das sorge für eine kontinuierliche Beschickung des Ofens, verhindere versäumte Beladungen, beseitige Engpässe durch manuelle Handhabung und verbessere die Sicherheit und Ergonomie in der Produktion.

Am Ende steht die Online-Spannungsberechnung (OSC). Sie meldet dem Bedienpersonal in Echtzeit, ob jedes Glas nach dem Prozess ordnungsgemäß vorgespannt ist. Anhand von Echtzeit-Prozessdaten berechnet die OSC die Oberflächenspannung und die Spannung in der Mitte der Glasscheibe sowohl für Klarglas als auch für Low-E-Glas. Daraus leite das System eine genaue Einschätzung der Bruchgefahr ab.

Der Batch Optimizer ist in das ERP-System des Kunden integriert und berechnet für jeden Ofenzyklus die effizientesten Beladungsmuster.
Der Batch Optimizer ist in das ERP-System des Kunden integriert und berechnet für jeden Ofenzyklus die effizientesten Beladungsmuster. - © Glaston
Die Prol Speed liefert gleichbleibend hochwertige Ergebnisse bei einem breit gefächerten Produktspektrum – von einlagigen Laminaten bis hin zu komplexen Konstruktionen mit mehreren Schichten.
Die Prol Speed liefert gleichbleibend hochwertige Ergebnisse bei einem breit gefächerten Produktspektrum – von einlagigen Laminaten bis hin zu komplexen Konstruktionen mit mehreren Schichten. - © Glaston

Laminieren: Mehrschichtaufbau ohne Umrüstzeit

Das Laminierungsportfolio von Glaston deckt das gesamte Spektrum an Produktionsherausforderungen ab – von Standardlaminaten mit hohem Durchsatz bis hin zu anspruchsvollen Mehrschichtkonstruktionen. Die Anlage Glaston Prol Speed liefert dem Hersteller zufolge gleichbleibend hochwertige Ergebnisse bei einem breit gefächerten Produktspektrum – von einlagigen Laminaten bis hin zu komplexen Konstruktionen mit mehreren Schichten. Dabei zeichne sie sich durch einen geringen Energieverbrauch und einen hohen Automatisierungsgrad aus.

Das System Glaston Autotrim automatisiert das Besäumen aller vier Kanten jedes Laminat-Sandwichs unmittelbar nach der Montage ohne manuelle Handhabung. Mit Glaston Convection Control sollen Probleme mit eingeschlossener Luft in mehrschichtigen SentryGlas-Laminaten vermieden werden. Außerdem erfolge der Wechsel zwischen PVB- und SentryGlas-Produktionsläufen ohne Umrüstzeit.

Der TPS Pro'Applicator trägt die Abstandhalter unterbrechungsfrei auf und biete die branchenweit kürzeste Schrägverbindung in der Ecke.
Der TPS Pro'Applicator trägt die Abstandhalter unterbrechungsfrei auf und biete die branchenweit kürzeste Schrägverbindung in der Ecke. - © Glaston

Isolierglas: dünnere Mittelgläser, mehr Dämmung

Glaston reagiert mit seinem Isolierglasprogramm auf eine Marktentwicklung: Bei Sanierungen wie auch im Neubau fragen Bauherren zunehmend Dreifach-Isolierglas-Einheiten (IG) nach, die leichter, schlanker und wärmedämmender sind. Fertigungslinien für konventionelle Abstandhalter erfüllen diese Anforderungen nach Einschätzung des Unternehmens nicht. Die Lösungen des Herstellers basieren deshalb auf dem thermoplastischen Abstandhalter (TPS).

Die Linie Glaston Ultra TPS verarbeitet nach Herstellerangaben ultradünne Mittelgläser mit einer Dicke von bis zu 0,5 Millimeter in Dreifach- und Vierfach-Isolierglas-Einheiten. Glaston zufolge eine Weltneuheit in der Verarbeitung auf Isolierglas-Produktionslinien. Der Nutzen für Fensterbauer und Bauherren: Dünne Dreifach-IG-Einheiten bieten bei gleicher Dicke und gleichem Gewicht eine um bis zu 20 Prozent höhere Isolierung als herkömmliche Zweifach-IG-Einheiten.

Für den Auftrag des Abstandhalters bietet Glaston die Maschine Glaston TPS Pro'applicator an. Ein Master-Master-Fasspumpenkonzept soll eine unterbrechungsfreie Produktion sichern, eine speziell entwickelte Folgeplatte den Materialaustrag um bis zu 35 Prozent verbessern. Hinzu kommt nach Herstellerangaben die branchenweit kürzeste Schrägverbindung in der Ecke für anspruchsvolle Qualitätsstandards. Glaston verfügt eigenen Angaben zufolge über die größte Auswahl an TPS-Applikationsdüsen im Isolierglasmarkt. Damit fertigen Anwender Zweifach-, Dreifach- und Vierfach-IG-Einheiten mit Abstandhalterbreiten zwischen sechs Millimeter und 27 Millimeter, bei Mehrschichtanwendungen bis zu 36 Millimeter.

Der Muntin'master mit Cobot ist laut Glaston die einzige vollautomatische Lösung zur präzisen Positionierung von Sprossen in TPS-Isolierglas-Einheiten.
Der Muntin'master mit Cobot ist laut Glaston die einzige vollautomatische Lösung zur präzisen Positionierung von Sprossen in TPS-Isolierglas-Einheiten. - © Glaston

Sprossen setzen ohne manuellen Eingriff

Den letzten Handgriff in der Isolierglasfertigung möchte Glaston mit dem Glaston Muntin'master mit Cobot eliminieren. Das Unternehmen bezeichnet die Maschine als einzige vollautomatische Lösung, die Sprossen präzise in TPS-Isolierglas-Einheiten positioniert. Die optionale Cobot-Erweiterung versorgt die Maschine selbstständig mit Sprossen und eliminiere damit den letzten manuellen Arbeitsschritt im Prozess. Für Verarbeiter soll sich daraus eine gleichbleibende, wiederholbare Qualität bei jeder einzelnen IG-Einheit ergeben. Zudem sei die Lösung vollständig mit den Sprossenspezifikationen der EU und der USA kompatibel.

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