Investitionen in den Ausbau und in die Modernisierung der Kernmarken und großes Innovationspotenzial haben der IFN-Holding 2018 ein Umsatzplus von neun Prozentbeschert. Auch für 2019 hat sich das Unternehmen sehr ambitionierte Ziele gesteckt.
Im vergangenen Jahr konnte die IFN-Holding AG ihren Gesamtumsatz um neun Prozent auf 546 Millionen Euro steigern. „Der Fenstermarkt entwickelt sich positiv“, sagte Mag. Johann Habring, Vorstand der IFN-Holding, bei der Pressekonferenz am 23. Mai 2019 im österreichischen Linz, an der GFF via Onlineübertragung teilnahm. Zu diesem Ergebnis trugen insbesondere die Marken GIG (plus 11,2 Prozent) und Schlotterer (plus 4,2 Prozent) sowie das Flaggschiff Internorm (plus 4,2 Prozent) bei. Umsatzrückgänge verzeichneten HSF mit Sitz in der Slowakei (minus elf Prozent) und das 2015 akquirierte dänische Unternehmen Kastrup (minus 4,9 Prozent). „Beide Marken befinden sich durch die starke Auftragslage wieder im Aufwind“, versicherte der Vorstandschef.
Das Eigenkapital in der Gruppe erhöhte sich von 183,7 im Jahr 2017 auf 200,6 Millionen Euro und erreichte damit eine Quote von 56 Prozent. „Ein Bestandteil unserer Unternehmensstrategie ist es, das Geld möglichst im Unternehmen zu belassen“, verriet Habring. So könne man unabhängig von Banken und Investoren agieren und sei für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet.
Stärkster Markt: DACH-Region
Knapp zwei Drittel des Umsatzes erwirtschafte IFN in der DACH-Region, wobei zirka 40 Prozent auf Österreich entfielen, gefolgt von Deutschland (16,3 Prozent), der Schweiz (9,8 Prozent) und Großbritannien (sieben Prozent). Dazu Habring: „Der Brexit wird noch ein großes Risiko für uns.“ Derzeit seien aber noch keine Auswirkungen spürbar. Generell habe der europäische Fenstermarkt 2018 die stärkste Mengenzunahme erfahren, so dass man in den nächsten Jahren von einem weiteren Anstieg um etwa drei Prozent ausgehe. Als großen Fortschritt bezeichnete Habring den neuen Service von Internorm. Ab sofort rüstet der Hersteller jedes Fenster mit einem QR-Code-Aufkleber aus. Über eine Online-Plattform lassen sich dann Informationen u.a. zum eingebauten Produkt sowie zu Pflegetipps abrufen.
Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Werke sorgen derzeit für volle Auftragsbücher. Allein im vergangenen Jahr investierte IFN zirka 26 Millionen Euro u. a. in den Ausbau und die Modernisierung der Werke sowie in die Logistik von Internorm, ein neues ERP-System in der Produktion von GIG sowie Digitalisierungsmaßnahmen bei Schlotterer. „Der Sonnenschutzmarkt wächst stärker als der Fenstermarkt“, betonte Habring. Bei Kastrup standen eine Werksverlagerung in Vildbjerg und der Ausbau des Standorts Holstebro auf dem Programm. Um im attraktiven skandinavischen Markt Fuß zu fassen, hatte IFN vor zwei Jahren 80 Prozent der Unternehmensanteile von Skaala Oy, der führenden Fenstermarke in Finnland, erworben. „Die Restrukturierung ist noch nicht abgeschlossen“, ergänzte Habring. Derzeit werde die Organisation von der Eigentümer- auf die Managementführung umgestellt.
600-Millionen-Euro-Marke knacken
Auch für 2019 hat sich die Holding ambitionierte Ziele gesetzt. „Umsatzmäßig knacken wir die 600-Millionen-Euro-Marke“, prognosizierte der Vorstandschef. Zudem werden an die 37 Millionen Euro u.a. in Vertriebsaktivitäten, neue Technologien und den Ausbau der Standorte investiert. Auch die Zahl der Mitarbeiter soll weiter wachsen. Aktuell beschäftigt das Fensternetzwerk insgesamt 3.680 Mitarbeiter – 15 Prozent mehr als noch 2017.