Gestellpool Europe und Box ID haben gemeinsam GESAid entwickelt, eine Trackinglösung für Transportgestelle. Auf der glasstec 2026 erklärte Gestellpool-Geschäftsführer Felix Spangenberg, wie das System funktioniert, warum es deutlich günstiger ist als klassische GPS-Tracker und ab wann es sich für Betriebe lohnt.

GFF: Herr Spangenberg, womit beschäftigt sich Gestellpool und welche Technik setzen Sie bisher ein?
Felix Spangenberg: Wir kümmern uns um die Mehrweg-Transportgestelle in der Glasbranche und mittlerweile auch im Fensterbau. Also überall dort, wo Ladungsträger im Einsatz sind. Das machen wir zum einen mit einer grundlegenden Scantechnik: Die Fahrer haben Industriescanner dabei und scannen die Gestelle bei Auslieferung und Abholung, so wie man das vom Paketdienst kennt. Außerdem haben wir seit drei, vier Jahren auch GPS-Tracker im Einsatz. Das sind kleine Geräte, die man an den Transportgestellen befestigt. Sie melden von sich aus, wo sich das Gestell befindet, damit man es besser verfolgen kann.
GFF: Warum braucht es dann eine neue Lösung?
Von unseren Mitgliedern, aber auch von anderen Interessenten haben wir immer wieder gehört: Das ist eine tolle Technik, aber sie ist noch viel zu teuer. Ein Tracker für ein Transportgestell lag bei 50 bis 60 Euro, bei großen Mengen bei 40 Euro. Da kommt schnell viel zusammen. Große Gruppen mit 30.000 oder 40.000 Transportgestellen hängen verständlicherweise nicht noch einmal 50 Euro an jedes Gestell. Deshalb haben viele nicht ihre gesamte Flotte ausgestattet, sondern nur punktuell 100 oder 200 Gestelle. Die haben sie dann strategisch eingesetzt, etwa für ausgewählte Kunden oder für Lieferungen ins Ausland. Das hatte aber zur Folge, dass man einige Gestelle verfolgen konnte und andere eben nicht. Deshalb haben wir uns mit Box ID zusammengetan.
GFF: Was bringt Box ID in die Zusammenarbeit ein?
Box ID ist auf Trackingtechnologie und Trackinglösungen spezialisiert und bei den Branchen wesentlich breiter aufgestellt. Box ID ist zum Beispiel viel im Automotive-Bereich unterwegs, also überall dort, wo Gestellpool nicht tätig ist. Wir sind ja allein auf die Glasbranche beschränkt. Gemeinsam wollten wir herausfinden, ob sich daraus eine günstigere Lösung bauen lässt. Das Ergebnis ist GESAid.
