Branchenaward Fensterbauer des Jahres 2026 gekürt

Auf der FENSTERBAU FRONTALE in Nürnberg sind die Preisträger im Wettbewerb Fensterbauer des Jahres 2026 ausgezeichnet worden. MB Fensterbau Beelitz nimmt die Trophäe für den Gesamtsieg mit nach Hause, auch Kubasch Fenster und Türen wurde ausgezeichnet.

Die Preisträger (v.li.): Firmengründer Mike Beelitz mit Tochter und Geschäftsführerin Lisa-Marie, im Hintergrund Sohn Paul Leon und Betriebsleiter Rico Nawrocki. Rechts daneben Alexander und Christian Kubasch, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens. - © Dirks

Die Tischlerei MB Fensterbau Beelitz aus Bad Belzig in Brandenburg hat im bundesweiten Wettbewerb Fensterbauer des Jahres 2026 den ersten Platz erreicht. Platz zwei geht an die Firma Kubasch Fenster und Türen in Mirow/Mecklenburg.

Der von TSG, EBH und Holzmann Medien mit seiner Medienmarke GFF ins Leben gerufene Preis wurde am Donnerstagnachmittag zum insgesamt sechsten Mal und zum dritten Mal im Rahmen der FENSTERBAU FRONTALE in Nürnberg vergeben. GFF-Chefredakteur Holger Dirks moderierte die Preisverleihung im FENSTERBAU FRONTALE Forum. Alexander Holzmann, geschäftsführender Gesellschafter von Holzmann Medien, würdigte in seiner Eröffnungsrede die herausragenden Leistungen der beiden Preisträger.

Beelitz holt Gesamtsieg

Für ihre hohe Entwicklungsleistung für Brandschutzfenster und -türen aus Holz, ihre vielfältigen Maßnahmen im Vertrieb für Deutschland, Österreich, Belgien und Luxemburg sowie für eine nachhaltige Energieversorgung wurde die familiengeführte Tischlerei MB Fensterbau Beelitz mit dem ersten Platz des Branchen-Awards geehrt. Gegründet 2013 und seit 2024 als Vorbereitung auf die Nachfolge als GmbH geführt, beschäftigt die Firma 25 Mitarbeitende, darunter sechs Auszubildende. MB Fensterbau Beelitz nutzt für die Fertigung der Brandschutzfenster und -türen modernste CNC-Technik und kombiniert Handwerk und Technologie.

"'Es gibt kein Ich, nur ein Wir': Mit diesem Satz beschreibt sich ein Unternehmen, das den Fensterbau neu denkt – und zugleich tief im traditionellen Tischlerhandwerk verwurzelt ist", sagte Dr. Katharina Gamillscheg, Hauptgeschäftsführerin von Tischler Schreiner Deutschland, in ihrer Laudatio. Im Jahr 2024 erwirtschaftete der Betrieb einen Umsatz von 3,3 Millionen Euro. Doch Zahlen allein erklären nicht, warum dieser Betrieb als Gewinner aus dem Wettbewerb hervorgegangen ist. "MB Fensterbau hat sich auf ein hoch anspruchsvolles Marktsegment spezialisiert: Brandschutzfenster und -türen aus Holz. Was zunächst wie ein Widerspruch klingt – Holz und Brandschutz – ist in Bad Belzig zur Innovationsgeschichte geworden", sagte Gamillscheg.

Für ihren Gesamtsieg wird MB Fensterbau Beelitz mit 2.000 Euro sowie einem Rundum-sorglos-Marketingpaket belohnt. Dieses beinhaltet u.a. eine ausführliche Berichterstattung mit Vor-Ort-Recherche, einen von der Redaktion des Magazins GFF produzierten Film sowie eine kostenfreie Anzeige im GFF-Magazin. Zudem darf der Betrieb zwei Jahre lang das Logo als Fensterbauer des Jahres 2026 führen.

Kubasch Fenster und Türen: Produktion vollständig digitalisiert

Die Firma Kubasch Fenster und Türen wurde für ihr Transformationsprojekt zur vollständigen Digitalisierung der Produktion ausgezeichnet. 1986 als Zweimann-Bautischlerei von Edwin Kubasch in Mirow gegründet, beschäftigt die Firma heute 70 Mitarbeitende. Sie verfügt über 7.000 Quadratmeter Produktionsfläche für die Herstellung von Holz- und Holz/Aluminium-Fenstern und -Türen.

"Es sind die Geschichten des Wandels, die eine Branche wirklich voranbringen. Geschichten von Betrieben, die den Mut haben, sich neu zu erfinden, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Eine solche Geschichte ehren wir heute", sagte Laudator Alexander Holzmann in seiner Rede. "Die Kubasch Fenster und Türen GmbH steht exemplarisch für diesen Weg." Im Jahr 2021 übernahmen Alexander und Christian Kubasch Verantwortung – und trafen eine Entscheidung, die den Betrieb grundlegend verändern sollte. "Sie hatten den Mut, gewachsene Strukturen zu hinterfragen, Prozesse neu zu denken und konsequent auf Digitalisierung zu setzen. Ihre Vision war klar: ein Unternehmen, das traditionelle Handwerkskunst mit Hightech verbindet, Abläufe optimiert und als Vorbild für die Branche dient", führte Holzmann weiter aus.

Auch Kubasch erhält 1.000 Euro Preisgeld und eine Berichterstattung im GFF-Magazin.

Handwerklicher Fensterbau mit Zukunft

Die Preisträger unterstreichen einmal mehr: Professionelle Fensterbaubetriebe, die ihre Kompetenz in einem bestimmten Geschäftsbereich ausbauen, verhelfen ihren Produkten nicht nur zu einer höheren Wertschätzung und setzen sich erfolgreich vom Wettbewerb ab, sondern leisten darüber hinaus einen wertvollen Beitrag zur Zukunft des handwerklichen Fensterbaus in Deutschland.

Die Ausschreibung des Wettbewerbs zum Fensterbauer des Jahres 2026 richtete sich an alle Mitgliedsbetriebe von Tischler Schreiner Deutschland, die Mitglieder des Fachverbandes Glas Fenster Fassade Baden-Württemberg sowie an alle Fensterbaubetriebe in Deutschland.

Eine neunköpfige Jury entschied über die Preisträger:

  • Holger Dirks (Chefredakteur des GFF-Magazins)
  • Peter Arlt (Vorsitzender Bundesfachbeirat Fenster und Fassade)
  • Tammo Berner (Vorstand der EBH AG)
  • Dr. Katharina Gamillscheg, Hauptgeschäftsführerin Tischler Schreiner Deutschland
  • Rainer Prante (Geschäftsführer Meesenburg Großhandel KG)
  • Dr. Johann Quatmann (Geschäftsführer TSG mbH)
  • Waldemar Dörr (Geschäftsführer Fachverband Glas Fenster Fassade Baden-Württemberg)
  • Elke Harreiß (Leiterin FENSTERBAU FRONTALE, NürnbergMesse GmbH)
  • Anke Maske (Geschäftsführerin, Fachverband Tischler Brandenburg)

Mehr über die Preisträger lesen Sie in GFF 5/26.

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Fensterbau Frontale und Fensterbauer des Jahres