Produkte für die Fenstermontage und ihr Entstehungsprozess – Teil 1 Dicht dran an der Praxis: Wenn Verarbeiter mitentwickeln

GFF wirft einen Blick hinter die Kulissen der Produktentwicklung und sagt, wie bei den Kleb- und ­Dichtstoffherstellern Soudal, Iso-Chemie und Tremco CPG (Illbruck) neue Abdichtungslösungen entstehen und welche Rolle dabei das Feedback der Verarbeiter spielt. Auch aktuelle Produktneuheiten werden vorgestellt.

Das Zweimaleins der Fensterabdichtung: Mit dem Füll- und Dämmstoff MF 167 von Soudal lassen sich die Dämmung der Funktionsebene und die innere Fensterabdichtung in nur ­einem ­Arbeitsgang ausführen, wie Anwendungstechniker Alexander Kirch demonstriert. - © Soudal

Wie läuft bei den Anbietern von Kleb- und Dichtstoffen die Entwicklung neuer Produkte ab? Wie sind die Verarbeiter in den Prozess ein­gebunden und mit welchen Wünschen und Anregungen wenden sie sich an die Unternehmen? GFF hat nachgefragt bei Soudal, Iso-Chemie und Tremco CPG (Illbruck) und stellt in diesem Zusammenhang auch neue Abdichtungslösungen vor, die den ­Anforderungen von heute gerecht werden und die Erwartungen der Fachpartner erfüllen.

Soudal: Technologischer Fortschritt immer möglich

Die Produktentwicklungen von Soudal basieren auf verschiedenen Einflussfaktoren. Häufig sind dem Unter­nehmen zufolge intensive Marktbeobachtungen sowie der enge Austausch mit Verarbeitern ausschlaggebend. "Dadurch bekommen wir wertvolle Einblicke in die praktischen Herausforderungen und können feststellen, wo es gegebenenfalls Optimierungsbedarf gibt", sagt ­Alexander Kirch, Anwendungstechnik Fenster & Fassade bei Soudal. Auf dieser Grundlage entstehen dann Neuprodukte oder gezielte Weiterentwicklungen bestehender Lösungen.

Von großer Relevanz sind laut Kirch auch gesetzliche Vorgaben sowie Anforderungen aus Gebäudezertifizierungen wie DGNB, LEED oder BREEAM, die den Anstoß für Produktentwicklungen geben. Nicht zuletzt entstehen echte Innovationen direkt bei Soudal in der Entwicklungsabteilung, nämlich dann, wenn die Ingenieure und Chemiker des Unternehmens neue Ansätze entwickeln, die sich später häufig auf die bisherige Arbeitsweise auf der Baustelle auswirken.

Kirchs Fazit: "Neue Denkweisen und veränderte Anforderungen werden technologische Fortschritte immer befeuern und dafür sorgen, dass es stets Potenzial gibt, vorhandene Systeme und Prozesse zu optimieren oder auch komplette Arbeitsweisen zu ändern."

Umweltverträglichkeit im Fokus

Ein großes Thema sei die Umweltverträglichkeit. Dabei gehe es zum einen um die Sicherheit bei der Verarbeitung für den Handwerker und zum anderen darum, ob das Produkt nach der Aushärtung Auswirkungen zum Beispiel auf die Wohnraumluft hat. Gerade in diesem Bereich habe sich in den vergangenen Jahren viel getan: "Der Trend geht weg von klassischen PU-Dichtstoffen hin zu hybriden Technologien, die eine nahezu gleich gute Leistung bei einer deutlich besseren Umweltbilanz haben", erläutert der Experte. MS-Polymere haben sich nach seinen Angaben in der Fensterbranche bei Kleb- und Dichtstoffen mittlerweile fest etabliert.

Was sich Verarbeiter wünschen

Wie erwähnt, tauscht sich Soudal eng mit Verarbeitern aus, um Produktentwicklungen voranzutreiben. Deren Wünsche und Anregungen sind laut Kirch sehr unterschiedlich und hängen immer von der jeweiligen Produktkategorie ab – je nachdem, ob es sich um Dichtstoffe, Folien und Bänder, Multifunktions- und Kompribänder oder Fensterschäume handelt. Generell gelte jedoch: "Verarbeiter suchen nach Lösungen, die sich auf der Baustelle besonders gut bewähren", sagt der Fachmann.

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Ein Beispiel hierfür sei die streichbare Fensterfolie Soudatight Hybrid. Gerade im unteren Bereich des Fensteranschlusses kann es laut Kirch häufig kritisch werden, da Ecken faltenfrei und hinterlaufsicher abgedichtet werden müssen. Schwierig werde es zudem beim vertieften Einbau, insbesondere wenn Raffstorekästen oder Führungsschienen hinzukommen. In solchen Fällen seien klassische Folien meist keine optimale Lösung. "Daher greifen viele Verarbeiter gern auf unser flüssiges Abdichtungssystem Soudatight Hybrid zurück", sagt Kirch. Es lasse sich mit dem Pinsel – zum Beispiel einem Heizkörperpinsel für tiefe Ecken – gezielt, schnell und sauber auftragen. "So entsteht eine dauerhafte, regensichere Abdichtung auch an kritischen Übergängen von der vertikalen zur horizontalen Fläche."

Kunden-Feedback führt zu Produktverbesserung

Bei den Dichtstoffen nennt Kirch Soudaseal 215 LM+ als Produkt, bei dem das Feedback der Verarbeiter eine ­wesentliche Rolle bei der Weiterentwicklung spielte – und das ganz aktuell: Die Plus-Version wird ab September 2025 erhältlich sein. "Die Rückmeldungen der Profiverarbeiter haben uns gezeigt, dass es Verbesserungsbedarf gab", erläutert der Fachmann. Das Unternehmen habe daher die bisherige Rezeptur von Soudaseal 215 LM entsprechend angepasst – mit dem folgenden Ergebnis: Der Dichtstoff lasse sich nun besser glätten, er sei einfacher modellierbar und die Oberfläche sei nach dem Aushärten deutlich weniger klebrig.

Drei Ebenen in zwei Komponenten

Das neueste Abdichtungsprodukt von Soudal für die Fenstermontage, das bereits auf dem Markt ist, ist der Systemdämmstoff MF 167. Das Produkt vereint die drei Ebenen der Abdichtung in zwei Komponenten, so dass auf der Innenseite keine separate Luftabdichtung mehr notwendig ist. Gerade in der Sanierung spart das dem Verarbeiter Zeit und erhöht die ­Sicherheit auf der Baustelle. "In Zeiten, in denen körperliche Arbeit weniger gefragt ist und Fachkräfte knapp sind, ist eine Vereinfachung des Fensterbaus Gold wert. Betrachtet man die Entwicklung im Fenstermarkt der vergangenen Jahre – immer neue Vorschriften und steigende Anforderungen an die Montage – so zeigt sich, dass MF 167 den Puls der Zeit trifft", betont Kirch.

Die Fenstermontage ist in seinen Augen zwar keine "Raketenphysik", sie müsse jedoch unbedingt fachgerecht und dauerhaft sicher ausgeführt werden. In Kombination mit den drei systemgeprüften Abdichtungsprodukten für die äußere Ebene – je nach Einbausituation eignen sich Soudatight Hybrid, SWS Outside Folie oder Soudaband Pro BG1 – biete Soudal Verarbeitern mit dem Systemdämmstoff MF 167 das Rüstzeug, um eine fachgerechte Fenstermontage optimal auszuführen.

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    Das Zweimaleins der Fensterabdichtung: Mit dem Füll- und Dämmstoff MF 167 von Soudal lassen sich die Dämmung der Funktionsebene und die innere Fensterabdichtung in nur ­einem ­Arbeitsgang ausführen, wie Anwendungstechniker Alexander Kirch demonstriert.
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    Das Fugendichtungsband Iso-Bloco 600 Maxibond Edition von Iso-Chemie lässt sich direkt auf den Mauerwerksanschlag applizieren. Das verkürzt die Montagezeit z. B. bei Klinkerbauten.
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    Beim Fugendichtband Illbruck TP670 verbindet eine spezielle Dichtungsschicht aus Silikon die dreilagige Schaumstruktur zu einer durchgehenden, luftdichten Barriere. Das Ergebnis: maximaler Schutz, einfache Verarbeitung und ein großer Einsatzbereich.

Iso-Chemie: Eng an der Praxis orientiert

Auch bei Iso-Chemie ist die Produktentwicklung dem Unternehmen zufolge eng an der Praxis orientiert. "Impulse kommen oftmals direkt aus dem Markt von Ver­arbeitern, Planern und Architekten oder auch aus Schulungen und Messegesprächen", sagt Andreas Lange, Leiter Produkt- und Anwendungstechnik bei Iso-Chemie. "Diese Impulse werden durch unser Produktmanagement zusammengeführt und in konkrete Anforderungen überführt."

Die Entwicklung erfolge dann in enger Abstimmung mit der Anwendungstechnik und der Qualitätssicherung. Wichtige Kriterien seien dabei Normkonformität und Bauphysik, Verarbeitungsvorteile auf der Baustelle, Wirtschaftlichkeit für Fachbetriebe, Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit sowie Nutzervorteile in der Verarbeitung.

Einfach in der Verarbeitung, sicher im Ergebnis

Wie Lange ausführt, ist das Ende der Entwicklungsmöglichkeiten längst nicht erreicht. Dafür sorgen immer neue Anforderungen und Markttrends. "Tatsächlich könnte man meinen, dass im Bereich Abdichtung bereits alles entwickelt sei, aber die Realität zeigt steigende Anforderungen im energieeffizienten Bauen", sagt der Fachmann. Zunehmende Regulierungen und Fachkräftemangel sorgen nach seinen Angaben dafür, dass einfache und gleichzeitig leistungsfähige Systeme immer stärker gefragt sind. Damit einher gehe eine Neuinterpretation des Worts Innovation: "Innovation bedeutet heute nicht nur neu, sondern vor allem besser integrierbar, effizienter in der Verarbeitung und sicherer im Ergebnis."

Naturgemäß wünschen sich vor allem Montage­betriebe Produkte, die ein Höchstmaß an Verarbeitungssicherheit mit einfacher Anwendung verbinden. "Gerade auf der Baustelle zählen neben technischen Leistungswerten insbesondere Zuverlässigkeit unter realen Bedingungen, etwa bei wechselnden Wetterverhältnissen, schwierigen Bausituationen oder engen Zeitfenstern", führt Lange aus.

Fugendichtband direkt aufs Mauerwerk applizieren

Ein Produkt, das diese Anforderungen auf herausragende Weise erfülle, sei das neue selbstklebende Fugendichtband Iso-Bloco 600 Maxibond Edition für die schnelle, sichere und schmutzfreie Montage von Fenstern im Neubau und in der Sanierung. Dieses multifunktionale Band habe Iso-Chemie auf Basis zahlreicher Rückmeldungen von Verarbeiterbetrieben entwickelt. "Viele Anwender wünschten sich ein Band, welches sich bei der Montage im Anschlagmauerwerk, wie es meist bei Klinkerbauten auftritt, direkt auf den Mauerwerksanschlag montieren lässt", berichtet Lange. Iso-Bloco 600 Maxibond Edition erfülle diese Anforderung – und spare ihnen sehr viel Montagezeit ein.

Im Detail zeichnet sich das Fugendichtband durch ­eine hochstarke Haftklebezone mit sofortiger Anfangshaftung aus, was die Anwendung ohne zusätzliche mechanische Fixierung, beispielsweise durch Andrücken oder Abstützen auf dem mineralischen Wandbildner, deutlich vereinfache. Durch die neue Entwicklung der Selbstklebung sei die Verklebung auch auf unebenem Untergrund möglich. "Dadurch ist die Klebeseite des neuen BG1 Fugendichtbands genauso anschmiegsam wie die Anlegeseite", sagt Lange.

Arbeitszeit gespart, Fehlerrisiko minimiert

Bedeutet in der Praxis: Verarbeiter müssen das Fugendichtband nicht mehr, wie bislang in der Anschlagmontage üblich, auf den Fensterblendrahmen applizieren, sondern sie können es direkt am Mauerwerksanschlag passend positionieren und anschließend den Blendrahmen einbauen. "Ein aufwändiges Messen und Anzeichnen der Position des Fugendichtbands auf dem Blendrahmen entfällt und spart viel Zeit ein", führt Lange aus.

Die vollflächig klebende Rückseite spare dabei nicht nur Arbeitsschritte, sie sorge auch für eine dauerhaft zug- und schubfeste Verbindung mit dem Baukörper. Gleichzeitig erfülle das Band höchste Anforderungen an Luftdichtheit, Schlagregendichtheit und Wärmeschutz – gemäß DIN 18542 BG1 und GEG. "Für den Verarbeiter bedeutet das einen echten Effizienzgewinn bei gleich­bleibend hoher Ausführungssicherheit – und das bei deutlich reduzierter Fehleranfälligkeit", betont Lange.

Tremco CPG: Input von Kunden hat hohen Stellenwert

Wie bei Soudal und Iso-Chemie ist die enge Zusammenarbeit mit den Kunden auch bei Tremco CPG und seiner Marke Illbruck ein wichtiger Baustein der Produktentwicklung. "In Expertenrunden und unserem Verarbeiter-Netzwerk stehen Anwendungstechniker und Produktmanager im ständigen Austausch. Die Rückmeldungen und Erfahrungen fließen in die Produktentwicklung ein", sagt Andreas Zimmermann, Leiter Produktmanagement und Objektvertrieb bei Tremco CPG Germany.

Neben dem Produktmanagement, dem Vertrieb und dem Marketing bringt nach seinen Angaben das gesamte Team von Tremco CPG über eine interne Ideenbox Vorschläge ein. Alle Ideen werden in einem ersten Schritt hinsichtlich Machbarkeit und Lösungsmöglichkeiten evaluiert. In den folgenden Projektstufen werden das mögliche Marktpotenzial, die Produktionsmöglichkeiten und der Nutzen für die Kunden bewertet. "In den verschiedenen Phasen fließen Bewertungen und Rückmeldungen der Kunden aus Praxistests ein", erläutert Zimmermann. Am Ende stehen die Prüfungen und Zertifizierungen durch externe Institute.

Steigende Anforderungen an die Fensterfuge

Die aktuellen Einflussfaktoren auf die Illbruck Produktentwicklung sind laut Zimmermann vielfältig. Wie er zum einen anführt, habe sich kaum ein Gewerk in den vergangenen Jahren so rasant entwickelt wie das Fenster: "Stetig wachsende oder sich ändernde Anforderungen führten immer wieder zur Weiterentwicklung von Bautechniken und Materialien." Auch die besten Fensterelemente seien jedoch abhängig von der Qualität der Fenstermontage, also von der Befestigung und Abdichtung.

Bedeutet: "Die Abdichtungssysteme müssen mit der Entwicklung Schritt halten und sich weiterent­wickeln", sagt Zimmermann. Zum anderen muss das Gesamtwerk Fenster nach seinen Angaben den zunehmenden Wetterextremen mit Starkregen und heißen Tagen standhalten. Aktuelle Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen dem Fachmann zufolge, dass die Häufigkeit von Starkregenereignissen in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen ist – und laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft wurde seit dem Jahr 2002 jedes zehnte Wohngebäude in Deutschland durch extreme Niederschläge beschädigt.

Damit steigen auch die Anforderungen an die Fensterfuge. "Produkte müssen immer zukunftssicher sein oder an verändernde Wetterbedingungen angepasst werden", sagt Zimmermann. Das zeige auch die Initiative klima.sicher.bauen des ift Rosenheim, die klare Anfor­derungen an die Hersteller formuliert, Produkte zu ent­wickeln, die nachhaltig sind und den Klimabedingungen standhalten. Ein weiterer Einflussfaktor auf die Produktentwicklung sind dem Fachmann zufolge ­Veränderungen auf dem Rohstoffmarkt. "Rohstoffe stehen nicht mehr in der bekannten Qualität, der erforderlichen Zusammensetzung zur Verfügung oder sind vom Gesetzgeber nicht mehr zugelassen", sagt Zimmermann. "Folglich müssen Produkte eingestellt, verändert oder weiterentwickelt, ihr Herstellungsprozess angepasst werden."

Multi-Layer-Technologie entwickelt

Auf alle diese Veränderungen habe Tremco CPG mit der Entwicklung der Multi-Layer-Technologie für Multifunk­tionsdichtungsbänder und Fugendichtungsbänder reagiert. "Die Geometrien kombinieren mehrere Schichten miteinander", erläutert Zimmermann. Die beiden äußeren Schichten ermöglichen nach seinen Angaben zusammen mit der imprägnierten Mittellage maximalen Schutz – speziell auch an den kritischen Fugenflanken. Die Kombination mit einer weiteren Lage – feuchtevari­able Folie, Hybrid-Dichtstoff oder Silikon – garantiere extreme Luftdichtheit. Gut für den Verarbeiter: Da es bei den Bändern keine definierte Außen- und Innenseite gibt, ist ein seitenverkehrter Einbau ausgeschlossen.

TP670: Als Fugendichtungsband innen und außen oder als Multifunktionsband einsetzbar

Auf der Bau in München hatte Tremco CPG das TP670 Fugendichtband ML-Tech Pro mit der Multi-Layer-­Technologie vorgestellt. Laut Zimmermann einzigartig: Das Band kann sowohl als Fugendichtungsband für die innere und äußere Abdichtung wie auch als Multifunk­tionsdichtungsband für die Drei-Ebenen-Abdichtung zum Einsatz kommen. Das Unternehmen hat TP670 nach eigenen Angaben speziell für Fugen mit geringer Tiefe entwickelt – beispielsweise wenn das Fenster in der Dämmebene sitzt. Es definiere Effizienz und Abdichtungsleistung neu. "Eine spezielle Dichtungsschicht aus Silikon verbindet die dreilagige Schaumstruktur zu einer durchgehenden, luftdichten Barriere. Das Ergebnis: ­maximaler Schutz, einfache Verarbeitung und ein großer Einsatzbereich – für die zuverlässige Abdichtung in jeder Einbausituation", sagt Zimmermann. Die Lösung eignet sich nach seinen Angaben insbesondere auch zum ­Einsatz in der Sanierung. Die Produkthighlights im ­Überblick:

  • Extrem luftdicht
  • Hoher Schlagregenschutz: bis zu 750 Pascal
  • Flexibel einsetzbar: als Multifunktionsdichtungsband oder Fugendichtungsband für die innere und ­äußere  Abdichtung
  • Nur drei Dimensionen: für Fugen von drei bis 25 ­Millimeter
  • Nachträglicher Einbau durch konische Form möglich

Good, better, best: Strukturiertes Produktprogramm

Wie oben erwähnt, arbeitet Tremco CPG bei der Produktentwicklung eng mit seinen Kunden zusammen. Mit welchen Wünschen und Anregungen kommen sie auf das Unternehmen zu? "Die Suche nach einfachen, sicheren und wirtschaftlichen Lösungen nimmt weiterhin ­einen hohen Stellenwert ein", sagt Zimmermann.

Die Marke Illbruck habe daher das sieben Produktgruppen umfassende Portfolio so strukturiert, dass es jeweils abgestufte Lösungen in den Klassen Best, Better und Good bietet. "Entsprechend den Anforderungen kann der Kunde so die für ihn und das jeweilige Bau­vorhaben effizienteste Lösung wählen, die ihren Preis wert ist und die jeweils geforderten Anforderungen ­perfekt erfüllt", erläutert Zimmermann.

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

Wie er weiter ausführt, wird auf Kundenseite zunehmend auch das Thema Nachhaltigkeit wichtig, welches bereits seit Langem ein wichtiger Bestandteil der Tremco CPG Produktentwicklung sei. So werden Illbruck Fugendichtungsbänder und auch entsprechende Multifunktionsdichtungsbänder laut Zimmermann seit mehreren Jahrzehnten mit PFAS-freien Imprägnierungen oder FCKW-freien Schäumen produziert.

"Da immer öfter nach schadstoffarmen Produkten gefragt wurde, hat Illbruck als einer der ersten Hersteller von Abdichtungsprodukten EC1Plus-Zertifizierungen realisiert", ergänzt der Fachmann. Ferner gehen nach seinen Angaben alle aktuellen Illbruck Zertifizierungen über die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit hinaus. 38 Illbruck Produkte werden zurzeit im DGNB-Navigator geführt, 28 sind mit dem QNG-Ready Siegel zertifiziert. Was Zimmermann auch beobachtet: Verarbeiter und Planer fragen verstärkt Umweltprodukdeklarationen (EPDs) nach. Diese liegen nach seinen Angaben für die meisten Produkte aus dem Illbruck Sortiment vor.

Produkte für spezielle Anforderungen

Häufig fragen Kunden dem Fachmann zufolge auch Produkte an, die für spezielle Anforderungen geeignet sind. Beispielsweise lasse sich beim Fenstertausch in der Sanierung eine fachgerechte Abdichtung mit den klassischen Abdichtungsprodukten, wie Anschlussfolien oder komprimierten Bändern, nur mit hohem Aufwand ausführen. Die bessere Wahl seien in diesem Fall streichbare Beschichtungen oder hochelastische PU-Schäume, ­welche die speziellen Anforderungen in der Sanierung er­füllen. Konkrete Illbruck Produkte sind die LD926 Wasserbasierte Abdichtungsbeschichtung zum Pinseln oder der FM130 Multi Flex Bauschaum B1.

Ein weiteres Beispiel für Produktwünsche, die Verarbeiter haben, seien Lösungen für den unteren Anschluss von bodentiefen Elementen. "In der Regel wird die untere Abdichtung dem Fachgewerk Bauwerksabdichtung übergeben", sagt Zimmermann. Gerade in der Sanierung sei dies jedoch nicht immer möglich. Hier komme die ­llbruck OS925 Flexible Abdichtungsbeschichtung ins Spiel. "Damit lässt sich auch dieses sensible Gewerk einfach und fachgerecht erstellen."

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