Raus aus der Laibung, ab vor die Wand: So lautet das Motto von Vorwandmontagesystemen, die seit einiger Zeit am Markt zu haben sind. GFF-Online nimmt die Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten dieser Lösungen unter die Lupe.

Je nach Mauerwerkstyp bietet die Montage vor der Wand Vorteile im Unterschied zum traditionellen Einbau in der Mitte der Laibung. Dabei installieren Verarbeiter die Fenster und Türen im ersten Drittel der Dämmebene oder direkt vor der Wand im Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Anbieter versprechen vor allem einen optimierten Isothermenverlauf, einen besseren Wärmedämmeffekt, weniger Tauwasser und damit seltener Schimmelprobleme.
Sanierung und Neubau abgedeckt
Dabei eignen sich Vorwandsysteme sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung in Fassaden, die eine Wärmedämmung verpasst bekommen. Häufig fällt die Wahl hierbei auf Winkelprofile und umlaufende Montagerahmen, welche die Anbieter als Komplettsystem inklusive der Befestigungsmittel liefern. Mit einer gleichmäßigen Verteilung der statischen Lasten montieren Fachbetriebe auch mehrere Hundert Kilogramm schwere Elemente vor der Wand oder am Rand des Mauerwerks. Die Lösungen der Anbieter entsprechen dem Stand der Montagetechnik und weisen in der Regel alle nötigen Prüfungen und statischen Nachweise auf, die der Hersteller mitliefert.
Varianz für jeden Anspruch
Für verschiedene Mauerwerkstypen und Montagesituationen vor Ort bietet der Markt Systeme. Möglich ist die Verbreiterung der Laibung per Montageplatte für einen Einbau halb in der Laibung und halb im Mauerwerk. Als zweite Variante setzt der Monteur per spezieller Zarge das Element komplett vor die Wand in das WDVS. Mit einem Winkel und L-förmiger Zarge bietet Variante drei die Option für den Einbau in zweischaliges Verblendmauerwerk.
GFF hat die Vorwandmontage in der Ausgabe 9/2014, die am 5. September 2014 erscheint, unter die Lupe genommen. Dort lesen Sie mehr zum Thema.