Flüchtlinge als Nachwuchskräfte Statement von Gunther Ziegelmeier

Mamadou durfte nach einer Petition im Bayerischen Landtag die Ausbildung beginnen mit der Auflage, dass er noch mal ausreist und in seinem Heimatland wieder ein Visum für Deutschland beantragt. Diese Aus- und Wiedereinreise ist leider gängige Praxis der Bundesrepublik Deutschland. Das ist immer mit einem hohen finanziellen Aufwand und Gefahren für Leib und Leben verbunden. Die Flüchtlingsländer sind nicht sicher. Gemäß der Petition soll das Landratsamt für Ausländerwesen in Verbindung mit der deutschen Botschaft im Flüchtlingsland das so vorbereiten, dass der Flüchtling binnen drei Wochen wieder zurückkehren kann. Mein Mamadou wartet jetzt die fünfte Woche in Guinea auf den Bescheid der deutschen Botschaft, Ende offen. Ich würde gerne einen einheimischen Lehrling ausbilden, wenn sich einer bewerben würde. Unter den Flüchtlingen befinden sich engagierte Jugendliche, die noch etwas erreichen wollen. Hier gilt es besonders die Guten herauszufiltern und mit einer Ausbildung zu qualifizieren – nicht in Billigjobs und als Helfer verbraten, sondern qualifizieren.