Kurz gefragt „Die Normungsarbeit ist ein wichtiges Thema.“

Karl Kristian Woelm ist Vorsitzender des Fachverbands Schloss und Beschlag (FVSB). - © Friedrichs

GFF: Herr Woelm, Sie sind seit zwei Jahren Vorsitzender des FVSB. Welche Themen beschäftigen Sie seitdem?

Woelm: Das Thema E-Commerce gewinnt zunehmend an Bedeutung. Als Vorbereitung darauf haben wir uns mit dem Stammdaten-Management auseinandergesetzt. Damit Hersteller und Handel künftig dieselbe Produkt- und Katalogdatenbasis nutzen, ist die Branche dabei, sich mit ETIM auf ein Klassifizierungsmodell zu einigen. Im Zuge der Digitalisierung ist auch das Building Information Modeling (BIM) heute ein Markttrend.

Und was sind weitere Schwerpunkte Ihrer Verbandsarbeit?

Gemeinsam mit der ARGE stoßen wir die Normungsprozesse auf nationaler und internationaler Ebene an. Diese Arbeit hat einen hohen Stellenwert – sie ermöglicht es, die Interessen unserer Mitglieder frühzeitig zu berücksichtigen. Zudem sind wir bestrebt, die internen Abläufe permanent zu optimieren. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Beobachtung neuer Richtlinien wie der EU-Chemikalienverordnung REACH, der Nickeldirektive oder der Verpackungsverordnung. Außerdem erstellen wir Ausarbeitungen zur aktuellen Branchensituation und Prognosen, um unsere Mitgliedsunternehmen dadurch up to date zu halten.

Die Branche ist 2018 weiter gewachsen. Welches sind die wesentlichen Treiber – und wo gibt es Engpässe?

Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist sicherlich die anhaltend hohe Nachfrage im Wohnungsbau. Auch 2019 wird sich die Konjunktur positiv entwickeln. Zu schaffen machen der Schloss- und Beschlagbranche vor allem die begrenzten Kapazitäten, die durch den Fachkräftemangel ausgelöst werden.