Von Kreisfenstern über eckige oder runde Schwingfenster und Schrägfenster bis hin zu Bogenfenstern mit Rund-, Stich- oder Korbbogen – wünscht sich ein Kunde Formen, die aus dem rechten Winkel fallen, muss der Fensterbauer den Aufwand gut überlegen und vor allem kalkulieren.
Sonderelemente auslagern
Weniger Gedanken machen muss er sich, wenn er die Elemente bei Ventana bezieht. Als verlängerte Werkbank unterstützt der Sonderbauspezialist den Fensterhersteller von der Konstruktion über Schablonenerstellungen für Gläser mittels CAD-Zeichnungen bis hin zum fertigen Angebot. „Durch das spezielle Produktportfolio und Produktionslayout sind wir ferner Ansprechpartner für die Industrie, zum Beispiel bei der Entwicklung von neuen Produkten oder Maschinen“, sagt Stefan Schwanekamp, geschäftsführender Gesellschafter. So war Ventana beispielsweise an der Entwicklung einer CNC-gesteuerten Pfostenfräse beteiligt, welche Pfosten passgenau für benötigte Radien und Schrägen fräst. „Das führt zu hochwertigen Produkten, ist jedoch sehr individuell, so dass sich die Investition in solche Maschinen für Hersteller von Standardelementen oft nicht lohnt.“
Hoher Aufwand im Sonderbau
Im Bereich der gebogenen Elemente verursachen die neuen Profilgenerationen mit vielen Kammern und Mitteldichtungen laut Ventana erhebliche Mehraufwände. Zudem würden die Produktzyklen für einzelne Profile häufig kürzer, so dass stetig Investitionen in neue Biegewerkzeuge erfolgen müssten. Das mache das Geschäft mit Sonderfenstern aufwändig. „Wenn wir viele 70 Millimeter-Systeme gut biegen können, so brauchen wir beim Biegevorgang von 76 oder 80 Millimeter-Systemen oft doppelt so lange, vor allem durch das Befüllen der vielen Kammern und auch durch das längere Erwärmen und Abkühlen der Profile“, sagt Schwanekamp. Das zu kalkulieren und auch dem Markt transparent aufzuzeigen, sei eine große Herausforderung.
