GFF: Mr. Vitkala, wieso zahlt sich die GPD-Teilnahme strategisch aus?
Vitkala: Über den Nutzen für die Produktionsverantwortlichen haben wir gesprochen (GFF 5/19, S. 30; d. Red.). Das Top Management erhält die Gelegenheit, von Insidern zu erfahren, in welche Richtung sich die Industrie entwickelt und wo Investitionen sinnvoll sind. Dabei profitieren die Business Leaders vom offenen Austausch mit Kollegen aus anderen Ländern, zu denen sie in vielen Fällen niemals im Wettbewerb stehen werden.
Auf welche Unterstützung sind Sie bei Glaston, Ihrem Arbeitgeber, gestoßen?
Man hofft immer, dass mehr Geld und Ressourcen erhältlich wären; nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen haben wir Studenten eingebunden, die aber weitaus mehr Führung bedürfen – was wiederum meine Arbeitsbelastung noch gesteigert hat. Insbesondere im Kontakt mit Sprechern und Sponsoren gab es für mich keine Off time; denn auch sie nutzen oft ihre Freizeit, um an Präsentationen zum Nutzen für die GPD zu arbeiten. Was Glaston angeht, so haben wir das Unternehmen nie ins Rampenlicht gerückt; auch wenn ich das verteidigen musste. Wir haben nie einen kommerziellen Ansatz mit den GPD verfolgt.
Wie geht es für Sie persönlich weiter?
Es hat mich jeweils fünf bis sieben Jahre gekostet, die GPD auf die Beine zu stellen und dann zu etablieren. Ich weiß, dass wir nun ein Team aus jungen Leuten haben, die die Aufgabe mit dem gleichen Enthusiasmus angehen. Für meinen Teil werde ich projektbezogen weiter in der Glasindustrie tätig sein, aber nicht in einem Full-time Job.
