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Bodenständiger Unternehmer Willy Ruoff: "Ich bin der einfache Willy."

1959 gründete Willy Ruoff seine Firma als Feierabendbetrieb im Stall des elterlichen Bauernhauses. Aus dem Ein-Mann-Betrieb ist einer der führenden, großen Fensterbauer in Baden-Württemberg geworden. Zum 60. Firmenjubiläum blickte Ruoff (82) so stolz wie demütig zurück.

Mit seinen 82 Jahren ("Ich bin kein bisschen müde") ist Willy Ruoff jeden Tag in der Firma – er kümmert sich aufgrund seines Erfahrungsschatzes um zeitintensive Streitsachen und ist auch in der Forschung und Entwicklung aktiv. "Ich bin ein freier Mensch: Ich muss nicht, ich kann", sagt Ruoff. Die Leitung des Betriebs selbst übergab er bereits im Jahr 2003 an seine drei Kinder. Jeder hat seinen eigenen Verantwortungsbereich: Wolfang Ruoff ist der Spezialist für Kunststoff, Thomas Ruoff leitet die Fertigung für die Holz- und Holz/Alu-Fenster und Heidi Stapf ist für den kaufmännischen Bereich zuständig. "Die Kinder machen das super", sagt Willy Ruoff. "Ich bin stolz, dass ich das erleben darf."

Mit den Mitarbeitern auf einer Wellenlänge

Seinen Anfang nahm alles im Jahr 1959. Da meldete Glasermeister Willy Ruoff seinen Feierabendbetrieb an und nahm die Arbeit im Stall des elterlichen Bauernhauses in Bodelshausen auf. Tagsüber sollte er noch ein Jahr in einem Reutlinger Glaserbetrieb arbeiten. Dort hatte er auch seine Lehre als Glaser und Fensterbauer absolviert. Von seiner Zeit als Angestellter – immerhin neun Jahre – habe er in seiner neuen Rolle als Chef ungemein profitiert, sagt Ruoff im Gespräch mit GFF. Er habe dadurch ein anderes Verständnis für die Mitarbeiter. Sein Anspruch an sich selbst: als ganz normaler Mensch auf dem Boden zu bleiben. "Ich bin der einfache Willy", sagt er dem GFF-Reporter.

Tätig ist Fenster Ruoff insbesondere im Objektgeschäft, auf das zirka 80 Prozent des Umsatzes in Höhe von 22 Millionen Euro (2018) entfallen. Das Unternehmen bedient aber auch das Fachhandelsgeschäft sowie – im Umkreis des Firmensitzes – das Endkundengeschäft. Für das laufende Jahr erwartet Fenster Ruoff ein Umsatzwachstum auf 23 oder 24 Millionen Euro. Dazu trage auch das wachsende Geschäft mit Zulieferprodukten, wie z.B. Rollläden, Jalousien oder (Glas-)Geländern, bei.

Den ausführlichen Rückblick auf die Jubiläumsveranstaltung, inklusive einer Umfrage unter Architekten, und einen Überblick über das Vortragsprogramm (u.a. zur DIN 18008), lesen Sie in der aktuellen GFF-Novemberausgabe.

Fenster Ruoff feiert 60. Geburtstag

60 Jahre Fenster Ruoff in Bodelshausen: Geschäftsführer Wolfgang Ruoff schildert den Werdegang der Firma. Außerdem spricht Landesinnungsmeister Jürgen Sieber über seine Beziehung zum Unternehmen. Ferner erklärt er seine Sicht auf die neue DIN 18008-Regelung zu Sicherheitsglas unter Brüstungshöhe – und warum Privatbauten nicht davon betroffen seien.

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