Fachpresseabend im Kloster Hornbach Wie Vater Arnold das Isolierglas revolutionierte

Im Kloster Hornbach hat der mittlerweile fünfte Fachpresseabend des Bundesverbands Flachglas (BF) stattgefunden. Im Vordergrund stand der Wechsel an der Präsidiumsspitze. Hans-Joachim Arnold sei dort der richtige Mann, sagte Thomas Dreisbusch, der bei der vergangenen Wahl nicht mehr als Präsident kandidiert hatte, im Gespräch mit GFF. Als Mittelständler, der auch international agiert, sei Arnold der Wunschkandidat gewesen. „Er hat ganz andere Möglichkeiten als ich als regionaler Mittelständler“, sagte Dreisbusch. Der Präsident selbst konnte noch nicht sagen, auf welche Themen er seine Schwerpunkte setzen wird. Aber: „Wir sind fachlich hervorragend aufgestellt im Vorstand, um alle Themen anzupacken.“ In der Vergangenheit sei gute Arbeit geleistet worden, auf die er aufbauen könne. Das Ziel sei es, den Verband in den nächsten Jahren weiter nach vorne zu bringen. Positiv erwähnte er, dass der Vorstand mit einigen jüngeren Personen besetzt ist. Das nächste Ziel sei es, auch Frauen für die Arbeit im Vorstand zu gewinnen – kein einfaches Unterfangen. Nicht nur ist die Frauenquote in der Branche niedrig, auch wird der Kampf um Nachwuchskräfte generell immer schwieriger. „Der Unternehmer vor Ort muss sich bei dem Thema engagieren“, mahnte Arnold.

Was der BF-Vorstand beiläufig verriet: Sein Vater, der in diesem Jahr den 100. Geburtstag gefeiert hätte, gilt in der Branche als Erfinder des Isolierglases in seiner heutigen Form mit elastischem Randverbund. Geplant hatte er das Produkt allerdings gar nicht für das Fenster, sondern für Kühlschränke. „Wie kann die Scheibe beschlagfrei bleiben, wenn der Kühlschrank immer wieder geöffnet wird“, so erläuterte Arnold die Motivation seines Vaters.