Steigende Temperaturen und häufigere Hitzewellen verändern die Anforderungen an Gebäude grundlegend. Der sommerliche Wärmeschutz rückt in den Fokus – und mit ihm die Frage, wie Fassaden künftig geplant, konstruiert und betrieben werden müssen. GFF hat einige Unternehmen nach ihrer Meinung sowie passenden Produkten für eine klimaresiliente Gebäudehülle gefragt.

Für die Fassadenplaner bei Knippers Helbig beschreibt der Begriff resiliente Gebäudehülle, wie gut eine Fassade mit steigenden sommerlichen Temperaturen im Kontext des Klimawandels umgehen kann. "Es geht also darum, Gebäude so zu planen, dass sie auch unter veränderten klimatischen Bedingungen komfortabel und sicher nutzbar bleiben", sagt Roman Schieber, Managing Director bei Knippers Helbig.
Angesichts zunehmender Hitzeperioden gewinne dieses Thema gerade in Deutschland an Bedeutung, wo rund 80 Prozent der Gebäude keine Klimaanlage besitzen. Durch steigende Durchschnittstemperaturen und Hitzeperioden können in diesen Häusern im Sommer Innenraumtemperaturen entstehen, die nicht nur als unangenehm empfunden werden, sondern auch gesundheitlich problematisch werden können.
Vor diesem Hintergrund müsse der sommerliche Wärmeschutz integraler Bestandteil jeder Fassadenplanung sein. Eine resiliente Gebäudehülle sei für Schieber daher "eine Gebäudehülle, die auch unter zukünftigen klimatischen Bedingungen dazu beiträgt, Überhitzung zu vermeiden und ein behagliches Innenraumklima zu ermöglichen". Einen perfekten Ansatz für alle Bauaufgaben gäbe es dabei nicht. "Als Fassadenplaner ist es Teil unserer DNA, für jedes Projekt eine objektspezifische Lösung zu entwickeln."