Smartes Doppel für den Rollladen Wie ein Produktduo die Gurtmontage vereinfacht

Zwei kleine Bauteile von Beck+Heun bieten großen Spielraum für die Montage des Gurt- oder Elektroantriebs am Rollladen: Der Neoline-Gurtkasten gleicht durch sein millimetergenau verstellbares Inlay auch nach dem Verputzen Maßtoleranzen aus. Die EG-Systemdose lässt sich bis kurz vor dem Verputzen umrüsten – von Elektro auf Gurt und umgekehrt.

Die EG-Systemdose von Beck+Heun passt sich flexibel den Bedürfnissen an. - © Beck+Heun

Der Neoline-Gurtkasten bietet laut Beck+Heun ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit und Dichtigkeit. Es sind zwei Varianten passend zur Greifhöhe erhältlich: gemäß einem Stein (247 Millimeter) oder zweier Steine (494 Millimeter). Beim kleineren, 247 Millimeter hohen, Gurtkasten wählt der Kunde zudem zwischen 237 und 167 Millimeter Tiefe. Die Breite des Neoline-Kastens entspricht nach Unternehmensangaben immer einem halben Stein, die Auflagenbreite in Rollladenkastensystemen von Beck+Heun berücksichtigt. Die lotrechte Führung sei somit vorgegeben. Durch den in Form geschäumten Neopor-Korpus sei der Gurtkasten luftdicht gemäß der DIN 4108-2:2013. So ist Zuglufterscheinungen und Wärmebrücken vorgebeugt.

Sollte aufgrund von Bautoleranzen die Gurtführung nicht lotrecht montiert sein, lässt sich der Gurtwickler verschieben – per millimetergenau verstellbarem Inlay. Der horizontale Verstellbereich beträgt 34 Millimeter. Der Verarbeiter löst dazu zwei Schrauben, drückt die Blende an die gewünschte Position und zieht die Schrauben anschließend wieder an.

Flexible EG-Systemdose

Die EG-Systemdose von Beck+Heun dient entweder als Elektroverteilerdose für die Motorbedienung oder als dämmende und dichte Gurtführung. Das kleine Bauteil punktet dem Hersteller zufolge praktisch; besonders mit der Möglichkeit, es noch bis zum Verputzen umzurüsten – von Elektro auf Gurt wie umgekehrt. Die Ausführung mit Gurtführung lässt sich in einer Zwischenposition arretieren. Das vereinfacht das Verlegen von Fliesen und bietet ausreichend Platz für einen dickeren Putzauftrag. Zusätzliche Verlängerungen entfallen.

Wie Fachbetriebe die EG-Systemdose mit Gurtführung montieren, erläutert GFF Schritt für Schritt im Praxistipp. Für die Montage der Elektro-Variante lesen Sie die GFF-Septemberausgabe, die am 4. September erscheint.

Montage Schritt für Schritt

1. Schritt: Zeichnen Sie das Bohrloch an – bei einer Kastenhöhe von 300 Millimeter soll der Abstand von Unterkante bis Mitte Bohrloch 200 Millimeter betragen, bei einer Kastenhöhe von 250 Millimeter sollen es 180 Millimeter sein. Von der Außenkante her gerechnet sind bei Einbaukästen 63 Millimeter bis Mitte Bohrloch vorzusehen, bei Aufsatzkästen reichen 52 Millimeter.

2. Schritt: Bohren Sie das Loch (67 Millimeter bei Ziegel, 68 Millimeter bei Leichtbausystemen). Danach entfernen Sie die Bohrrückstände und saugen sie ab.

3. Schritt: Tragen Sie rückseitig umlaufend Montagekleber auf die EG-Systemdose auf. Der Montagekleber darf nicht aufquellen.

4. Schritt: Kleben Sie die EG-Systemdose ein und richten Sie sie aus.

5. Schritt: Stecken Sie die Gurtführung bündig ein. Sie lässt sich mit einer Putzdicke von bis zu 20 Millimeter überputzen.

6. Schritt: Bei Bedarf (z.B. für das Verlegen von Fliesen) arretieren Sie die Gurtführung in einer Zwischenstellung. Lösen Sie die Arretiernasen oben und unten gleichzeitig mit zwei Schraubendrehern aus dem Grundkörper und ziehen Sie das Einsteckelement heraus. Schieben Sie die Arretierklammer unter die frei liegenden Arretiernasen, schieben Sie das Einsteckelement bis zur Klammer zurück. In der Zwischenposition lässt sich die Gurtführung mit bis zu 30 Millimeter Dicke überdecken (z.B. Putz oder Fliesen).

7. Schritt: Für die Sanierung ist ein Abdeckrahmen vorgesehen. Um diesen richtig anzubringen, ist die Oberseite rückseitig per Pfeil markiert. Drücken Sie die Abdeckung auf die Gurtführung.

Optional: Um von Gurt auf Elektro umzurüsten, ziehen Sie den Grundkörper wie in Schritt 6 beschrieben heraus. Drücken Sie die Membran (optional) zur Kabelanbindung ein.