GFF-Umfrage Wie bewerten Sie die Innungs-Aktivitäten im Normungsstreit?

Die Glaser-Innung Niedersachsen und der Landesinnungsverband Sachsen haben die aktuelle Formulierung von Abschnitt 5.1.4 der DIN 18008 unter die Lupe genommen und eine Ergänzung vorgelegt, um Verglasungen im Bestand zu regeln. Was sagen die Teilnehmer zum Vorschlag?

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    Arnd Steyer ist Landesinnungsmeister des Glaserhandwerks Sachsen und Inhaber von Steyer Glas + Metallbau in Leipzig. Ich habe schon viel mit Betrieben, Kollegen und anderen Landesverbänden über die Novellierung der DIN 18008 diskutiert, sie löst in der Branche große Verunsicherung aus. Mit ihren Aktivitäten setzt sich die Glaser-Innung Niedersachsen proaktiv für Verarbeiter ein und spricht vielen Betrieben aus der Seele – dafür verdient sie meinen größten Respekt. Ich bin froh, dass ich an der Sitzung teilgenommen habe, so können wir als Landesverband Sachsen auch einen Beitrag dazu leisten. Sollte der Abschnitt 5.1.4 in der aktuellen Fassung verabschiedet werden, ist es wichtig, dass er auch die rechtssichere Ausführung von Verglasungsarbeiten im Bestand abdeckt – schließlich kommen Betriebe damit tagtäglich in Berührung. Mit unserem Formulierungsvorschlag sind wir einen riesigen Schritt vorangekommen! www.steyer-leipzig.de
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    Andreas Willing ist Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht in Lüneburg. Ich habe mir im Vorfeld alle Unterlagen genau durchgelesen, um auszuloten, wo ich Unterstützung leisten kann. Für den Einspruch gegen einen Normenentwurf muss auf jeden Fall die Einhaltung der Frist gewahrt sein. Erlangt eine DIN-Norm erstmal Gültigkeit, kann die Auslegung vor Gericht zu Problemen führen – das kenne ich aus meiner langjährigen Beratungstätigkeit im Bereich der Vertragsgestaltung sowie der Durchsetzung und Abwehr von baurechtlichen Ansprüchen. Grundsätzlich sind verbindliche und rechtssichere Formulierungen wichtig. Deshalb finde ich es gut, dass die Glaser-Innung Niedersachsen eine klare Position bezieht. Je mehr Branchenverbände an einem Strang ziehen, umso besser ist es. Auf diese Weise kann man einen Ball anrollen und möglichen Rechtsstreitigkeiten künftig aus dem Weg gehen. www.anwalt-lueneburg.de
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    Frank Tollert ist Vizepräsident der Handwerkskammer Leipzig und Inhaber von Fensterbau Tollert. Mit ihrem Engagement leistet die Glaser-Innung Niedersachsen wertvolle Basisarbeit, das finde ich sehr positiv. Die Novellierung der DIN 18008 ist eine bundesweite Pro-blemstellung, deshalb macht es Sinn, dass die Landesverbände hier zusammenarbeiten und Formulierungen auf den Prüfstand stellen, bei Bedarf Einspruch einlegen oder Ergänzungsvorschläge erarbeiten. Das Glaser- und Fensterbauhandwerk freut sich aktuell über eine steigende Nachfrage, die Auftragsbücher sind voll – deshalb sind klare und einfach zu handhabende Regelungen notwendig, die die Existenz nicht gefährden. Sie sind ein Garant dafür, dass Betriebe technisch und rechtlich sicher im beruflichen Alltagsgeschäft unterwegs sein können. Das ist eine echte Herausforderung für die Branche, die es zu meistern gilt. www.fensterbau-tollert.de