GFF-Umfrage Was halten Sie vom Wahlausgang?

Dass Baden-Württemberg nicht mehr im BIV-Vorstand mitarbeiten will, war (fast allen) klar. Die kollektive Verweigerung der Vertreter aus Bayern kam für die Delegierten aber überraschend. GFF hat Fachleute aus der Branche befragt, wie sie den Wahlausgang sehen.

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    © Heiler
    Glasermeister Jürgen Sieber ist Landesinnungsmeister des baden-württembergischen Landesinnungsverbands. Zuerst möchte ich sagen, dass es nicht einfach ist, in diesem Verband Bundesinnungsmeister zu sein. Martin Gutmann macht seine Arbeit gut und vor diesem Hintergrund ist seine Wiederwahl in unserem Sinne. Zu den anderen Geschehnissen rund um die Wahlen: Dass wir nicht mehr für die Arbeit im Vorstand zur Verfügung stehen, hatten wir im Vorfeld angekündigt. Das konnte also keine Überraschung sein. Überraschend war hingegen, dass sich die bayerischen Vertreter nach der Wahlniederlage von Thomas Strobl kollektiv der Mitarbeit im Vorstand verweigert haben. Für dramatisch halte ich die entstandene Situation nicht. Es war ohnehin überlegt worden, den Vorstand in Zukunft zu verkleinern. Davon abgesehen, wird man wohl auch gar keine Änderungen merken, so wie sich mir der Verband in der Vergangenheit leider dargestellt hat. www.fensterbau-sieber.de
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    © Möhle
    Glasermeister Roger Möhle führt die Geschäfte der Glaser-Innung Niedersachsen. Wie kann es sein, dass die Vorstandswahlen in Trier zu diesem Ergebnis geführt haben? Hier sollten sich alle Verantwortlichen des BIV hinterfragen, ob sie nicht in irgendeiner Weise an der momentanen Situation beteiligt sind. Bin ich mir bewusst, welche Verantwortung ich in der Verbandsarbeit, egal in welcher Position, zu tragen habe? Persönliche Animositäten haben grundsätzlich Hausverbot. Verbandsarbeit ist keine Feierabendbeschäftigung, sondern harte Arbeit. Jeder, der den Werkstoff Glas verarbeitet, ist stolz darauf. Jetzt ist der BIV gefordert, alles dafür zu tun, dass die Mitglieder, Fördermitglieder und Partner des Glaserhandwerks sagen können, das sie stolz darauf sind, dem BIV anzugehören – und auch den Verbänden, die zur Zeit nicht dem BIV angehören, einen Anlass zu bieten, ihre Einstellung zu überdenken. www.glaser-niedersachsen.de
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    © Friedrichs
    Sven Klingele ist Inhaber der Glaserei Glas macht Spaß in Berlin. Dass LIM Thomas Strobl bei der Wahl zum Stellvertreter nicht die nötigen Stimmen erhalten hat, war für mich nicht absehbar. Aber unabhängig von seinen Ambitionen hätte es ihm gut gestanden, sich auch in anderer Funktion, also als Beisitzer, im Vorstand einzubringen. Es kommt nicht auf das Amt an, sondern darauf, im Namen der Mitglieder Sacharbeit für das Glaserhandwerk zu leisten. Hier ist jeder gefordert, persönliche Befindlichkeiten haben dabei nichts zu suchen. Dass Bayern und Baden-Württemberg nicht im Vorstand vertreten sind, ist nicht einmal so sehr vor dem Hintergrund negativ zu bewerten, dass damit zwei große, starke Verbände nicht repräsentiert sind. Vielmehr gehen dem Glaserhandwerk dadurch – und durch die noch fehlenden zwei Besitzer – Meinungsvielfalt und Kreativität verloren. Die Arbeit wird dadurch schwieriger. www.glasmachtspass.de