Energetische Sanierung im Denkmalschutz Warme Kante für historische Fenster in Zürich

Die Schulanlage Lavater in Zürich zeigt, wie sich Denkmalschutz und Energieeffizienz verbinden lassen. Bei der Sanierung der historischen Fenster kamen Isoliergläser mit einem speziellen Abstandhalter zum Einsatz.

Die Holzmanufaktur Swiss zeigt, wie anspruchsvolle Fenstersanierung gelingt: Restaurierte historische Rahmen treffen auf zeitgemäße Isolierverglasung mit Swisspacer Abstandhaltern im Randverbund. - © Swisspacer

Die Stadt Zürich hat zwischen 2022 und 2025 die Schulanlage Lavater umfassend saniert. Das Gebäudeensemble aus den Jahren 1896/97, entworfen von Stadtbaumeister Gustav Gull, steht unter Denkmalschutz. Das Architekturbüro Neff neumann architekten entwickelte ein Konzept, das die historische Substanz bewahrt und gleichzeitig eine moderne Ganztagsschule mit zwölf Sekundarklassen ermöglicht.

Umbau für zeitgemäßen Schulbetrieb

Neben der energetischen Ertüchtigung der Gebäudehülle verfolgte das Sanierungskonzept die funktionale und gestalterische Weiterentwicklung der Anlage. Die Planer wandelten die ehemalige Einfachturnhalle in das Forum Lavater um – einen lichtdurchfluteten Raum für Verpflegung und Veranstaltungen. Unter dem Pausenplatz entstand eine unterirdische Doppelsporthalle, die außerhalb der Unterrichtszeiten dem Vereinssport zur Verfügung steht.

Im historischen Hauptgebäude verbesserten die Fachleute Barrierefreiheit, Raumakustik und Belichtung, ohne die ursprüngliche Raumstruktur aufzugeben. Die raumprägende Mittelzone mit Erschließung und Sanitärräumen erhielt eine differenzierte Gestaltung mit keramischen Wandflächen, die an historische Elemente erinnern. Raumhohe Verglasungen mit Holzrahmen bringen viel Tageslicht in die Korridorzonen und Gruppenräume. Das Konzept orientiert sich an der klaren Raumlogik Gustav Gulls. Auch im Außenraum griff die Planung das architektonische Gefüge des Bestands auf.

Fenstersanierung mit modernem Abstandhalter

Bei der Instandsetzung der historischen Sandsteinfassade ertüchtigte die Holzmanufaktur Swiss, Partnerfirma der Holzmanufaktur Rottweil, die originalen Fenster und stattete sie mit moderner Isolierverglasung aus. Den sommerlichen Wärmeschutz übernehmen automatisch gesteuerte Stoffmarkisen.

Die originalen Verbundfenster blieben in ihrer Konstruktion weitgehend erhalten, erhielten jedoch eine technische Aufwertung. Während das historische Innenglas bewahrt blieb, kam außen eine moderne Isolierverglasung mit Planiclear- und Eclaz One-Beschichtung zum Einsatz. Die Montage im historischen Bestand erforderte eine komplexe Logistik – bis hin zum Einsatz eines Krans und spezieller Transportboxen für die oberen Fenster.

Die Isolierverglasung erreicht einen Ug-Wert von 1,4 Watt pro Quadratmeter und Kelvin – ein aus technischer wie wirtschaftlicher Sicht ausgewogener Wert. Im Randverbund kommt der Warme Kante-Abstandhalter Swisspacer Ultimate zum Einsatz, was zu einem energieeffizienten Gesamtaufbau führe.

„Bei einem Projekt wie Lavater, das sowohl unter denkmalpflegerischen als auch energetischen Vorgaben steht, war uns wichtig, einen Abstandhalter zu wählen, der beides leisten kann: technologische Performance und gestalterische Zurückhaltung", erläutert Dirk Obser, Projektleiter in der Holzmanufaktur Rottweil. Der Swisspacer Ultimate überzeuge durch seine sehr guten Psi-Werte, das matte, ruhige Erscheinungsbild und die zurückhaltende technische Perforierung.

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