Das HoHo Wien ist eines der höchsten Holzhäuser der Welt und ein Leuchtturmprojekt für nachhaltigen Holzbau. Das Warme Kante-Abstandhaltersystem, das der Hersteller auf 6.000 Quadratmeter Isolierglas verarbeitete, trägt dazu bei.
Bei vielen Architekten gilt der nachwachsende Rohstoff Holz als eine der zentralen Stellschrauben, um den CO2-Ausstoß der Baubranche zu senken. Holz ist ein natürlicher Kohlendioxid-Speicher,bei dessen Verarbeitung deutlich weniger Energie benötigt wird im Verhältnis zu Zement und Stahlbeton. Nachhaltig angebaut und recycelbar verarbeitet, sei Holz ein wertvolles Rohstoffdepot im Sinne des CradletoCradle (C2C)-Prinzips.
Das Büro Rüdiger Lainer und Partner hat das Holzhochaus im 22. Wiener Bezirk entworfen. Der dreiteilige Hauptkomplex besteht aus einem 84 Meter-Turm (24 Geschosse), zwei niedrigeren Türmen (15 und neun Geschosse) und aus einem sechsgeschossigen Nebengebäude.
Zweiflügelige Fichtenholz-Aluminumfenster
Ursprünglich waren raumhohe, zweiflügelige Fensterelemente geplant, die sich aufgrund statischer Anforderungen an Schlagregendichtigkeit und Windfestigkeit jedoch nicht einsetzen ließen. Deswegen entwickelte der Fensterbauer Katzbeck in Zusammenarbeit mit der Holzforschung Austria (HFA) eine Lösung aus zweiflügeligen Fichtenholz-Alufenstern mit Pfosten, Absturzsicherung und geteilter Unterlichte. Dazu lieferte Petschenig glastec zirka 1.100 Dreifach-Wärmeschutzglaseinheiten (Uniglas Top pure FLS) für die Fassaden.
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