Kniffelige Mauerwerkssituation gemeistert Vorwandmontage vereinfacht Fenstersanierung

In Berlin hat eine komplizierte Sanierung für den Beamten-Wohnungs-Verein zu Köpenick ihren Abschluss gefunden. Das Vorwandmontage-System von Tremco Illbruck vereinfachte den Einbau der Fenster.

Nach der Sanierung ist der Wohnblock laut Tremco für die nächsten 30 Jahre gerüstet. - © Tremco

"Beim Fensteraustausch gibt es stets Überraschungen – doch so extrem wie hier war es noch nie", sagt Bauleiter Ralf Friedrich von den Märkischen Fensterwerken in Neuzelle-Bomsdorf. Die Planer stießen auf Ungereimtheiten, als sie die Bausubstanz des achtgeschossigen Wohnblocks an der Hildburghauser Straße untersuchten. Gemäß den Unterlagen besteht der 1965/66 errichtete Bau aus Hohlblocksteinen des Typs HBL 25. Davon steckte allerdings nicht viel in dem schnell hochgezogenen Gebäude mit seinen 88 Wohnungen. Außerdem fanden sich abenteuerliche Wandmaterialien: von wiederverwendeten Steinen aus den Berliner Trümmerbergen über Ziegelsplitt bis hin zu in Frischbeton eingelegten Holzwolle-Leichtbauplatten. Dieses Gemisch war überzogen mit einer Putzschicht, die von den üblichen zweieinhalb bis zu acht Zentimeter reichte.

Überraschung beim Mauerwerk

Das Problem für den Bauleiter bestand darin, auf diesem Untergrund eine Wärmedämmung eben aufzubringen und die Fenster solide zu befestigen. Friedrich wandte sich an Tremco Illbruck. Ein Praktiker aus der Abteilung Anwendungstechnik (AWT) habe für alle Fragen zur Verfügung gestanden. Das hausinterne Planungsteam Bauanschluss lieferte dazu jeweils die statische, energetische und schalltechnische Absicherung bzw. Überprüfung. Die Fachleute empfahlen die Verwendung des Vorwandmontage-Systems (VWMS) von Illbruck. Es enthält drei verschiedene Zargen, die unterschiedliche Bautiefen zwischen 35 und 200 Millimeter in der Dämmebene abbilden.

Dadurch sei es möglich gewesen, alle improvisierten Wandaufbauten zu ergänzen und zusätzlich eine zentrale Anforderung des Bauherrn zu erfüllen: die neuen Fenster erst nach Abschluss der nötigen Vorarbeiten einzubauen, um so für die Mieter die Begleiterscheinungen der Sanierung, wie Lärm, Schmutz und Handwerker in der Wohnung, zu begrenzen. Die wesentliche Eigenschaft von VWMS ist nach Herstellerangaben die ausführlich geprüfte Klebung, mit deren Hilfe der Monteur die Zargen auf praktisch jedem Untergrund befestigt.

Die Flex muss her

Die Ausführung habe sich zügig realisieren lassen: Im Bereich der Laibungen flexten die Handwerker Putz und Mauerwerk auf ein festgelegtes Maß von zwölf Zentimeter herunter, so dass für die Zargen ein gleichmäßiger und tragfähiger Untergrund vorlag. Alle drei Zargentypen kamen zum Einsatz, je nach Höhe des umgebenden Putzes. In die künstliche Wandverlängerung bauten die Monteure die Fenster ein und dichteten diese ab. Mittlerweile ist der Wohnblock neu gestrichen. Bauherr, Mieterschaft und Bauleiter Ralf Friedrich sind zufrieden.

Einen ausführlichen Projektbericht lesen Sie in der GFF - Septemberausgabe, die am 8.9.17 erscheint.