Die Vitrum 2025, die vom 16. bis zum 19. September in Mailand stattfindet, verspricht eine Plattform für die gesamte Wertschöpfungskette der Glasbranche zu werden. Mehr als 153 Aussteller und ein umfassendes Rahmenprogramm sollen Fachbesucher aus mehr als 60 Ländern anziehen.

Die Vitrum 2025 findet vom 16. bis zum 19. September in Mailand statt. Die internationale Fachmesse für Maschinen, Ausrüstungen und Systeme für Flach- und Hohlglas positioniert sich dem Veranstalter zufolge als systemische Plattform für eine Branche im Wandel. Das Messekonzept integriert Ausstellung, Schulung, Entwicklung und Internationalisierung.
153 Aussteller angemeldet
Bislang haben sich 153 Aussteller für die Messe angemeldet, die sich auf zwei Messehallen (Halle 9 und 11) verteilen. Nach Veranstalterangaben stammen mehr als 30 Prozent der Aussteller aus dem Ausland. Von Gimav, dem italienischen Verband der Anbieter von Maschinen und Zubehör für die Glasbearbeitung, nehmen 60 Prozent der Mitglieder an der Messe teil.
Auch sollen mehr als 100 internationale Top-Einkäufer aus 13 Ländern die Messe besuchen. "Die Vitrum 2025 möchte ein wichtiges Instrument sein, um die Produktions- und Innovationsfähigkeiten der Glasfertigungsindustrie hervorzuheben: ein Konvergenzpunkt, an dem Industrie, Forschung, Institutionen, Ausbildung und Innovation in einem ständigen Dialog stehen, um die Zukunft der Branche zu gestalten", sagt Lucia Masutti, Geschäftsführerin der Vitrum.
Umfassendes Rahmenprogramm geplant
Das Rahmenprogramm der Vitrum 2025 umfasst Meetings, Workshops und Vertiefungsveranstaltungen zu vier Themenbereichen: technische Schulungen, ökologische und regulatorische Transformation, Innovation und Digitalisierung sowie Internationalisierung.
Das Forschungsinstitut Stazione Sperimentale del Vetro bietet Einführungskurse zu Flach- und Hohlglastechnologien an. Geplant sind außerdem industrielle Meisterklassen zu Siebdruck sowie zu Härtung und Laminierung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Dekarbonisierung der Glasindustrie. Eine entsprechende Konferenz mit Experten, Institutionen und Unternehmen bildet einen zentralen Programmpunkt.
Seminare mit Beteiligung der Universität Politecnico di Milano sowie Start-ups und Technologieunternehmen beleuchten die Anwendungsmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz in der Fertigung, Automatisierung, Augmented Reality und Digitalisierung. Zur Förderung der Internationalisierung organisiert der Veranstalter in Zusammenarbeit mit der italienischen Agentur für Handel und Investitionen (ITA) eine Session zu wichtigen Exportmärkten. Im Fokus stehen Marokko, die Türkei, Saudi-Arabien und Indien.
Branche mit starker Exportorientierung
Die italienische Glasmaschinenbranche, vertreten durch den Verband Gimav, erwirtschaftete den Angaben zufolge im Jahr 2024 einen Umsatz von circa drei Milliarden Euro. Mehr als 70 Prozent der Produktion gehen in den Export. Laut dem Glasverband Assovetro hat der italienische Markt inzwischen eine führende Position in Europa erreicht und Deutschland überholt.