Mit dem Ziel, eine Gelegenheit für den partnerschaftlichen Austausch und die Entwicklung neuer Erfolgsstrategien zu schaffen, hat Veka 2021 das Partner-Forum ins Leben gerufen. Dass das Konzept aufgeht, wurde bei der zweiten Auflage des Gesprächsformats Ende Oktober deutlich.

Das zweitägige Treffen im nordrhein-westfälischen Bad Driburg am Teutoburger Wald stand ganz im Zeichen einer aktiv gelebten Partnerschaft – mit Impulsen für die nachhaltige Sicherung des gemeinsamen Erfolgs. "Veka als Systemgeber und die Partner als Verarbeiter sind heute auf vielfache Weise gefordert", erklärte Josef L. Beckhoff, Veka Vorstand für Vertrieb und Marketing. "Im vertrauensvollen Gespräch können wir unsere jeweiligen Blickwinkel besser verstehen und auf dieser Basis gut umsetzbare Strategien erarbeiten, um allen Herausforderungen zu begegnen." Dieser gemeinschaftliche Ansatz sei es, der das Partner-Forum so wirkungsvoll mache.
Raum für produktive Gespräche
Bereits die Premiere des Partner-Forums hatte fassbare Resultate erbracht und wurde den Angaben zufolge von den Teilnehmenden positiv aufgenommen. Zur zweiten Auflage konnte Veka nun wieder etwa 100 Verarbeiter willkommen heißen. Die Fokussierung auf das Thema Nachhaltigkeit mit seinen vielfältigen Facetten kam bereits am ersten Tag zum Tragen. Nach der Begrüßung durch Beckhoff gab Alexander Scholle als Leiter des Inlandvertriebs Profile einen Überblick über das Geschäftsjahr 2023. Er übergab das Wort an Dr. Matthias Koch. Der Leiter des Ressorts Strategie & Corporate Social Responsibility (CSR) erläuterte den Partnern, wie das Prinzip der unternehmerischen Verantwortung in jeden Bereich von Veka hineinwirkt. Das Unternehmen habe sich über das PVC-Recycling hinaus schon früh einer enkelgerechten Unternehmensführung verpflichtet. Daher sei man heute immer besser in der Lage, ökonomischen Erfolg mit ökologischer Nachhaltigkeit zu verbinden.
Als Hauptredner hatte Veka den Naturwissenschaftler und Politiker Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker gewinnen können. In seinem durch zahlreiche Fakten untermauerten Vortrag legte der Fachmann dar, welche Bedeutung einem nachhaltigen Handeln im Zeitalter der Globalisierung zukommt. "Kreislaufpolitik ist fast so wichtig wie die Energiepolitik für das Klima", so der langjährige Ko-Präsident des Club of Rome. "Das, was Sie bei Veka machen, ist genau das Richtige."
Fokus auf nachhaltige Partnerschaft
Die Weiterentwicklung der Partnerschaft zwischen Veka und den Verarbeitern trat am zweiten Tag verstärkt in den Vordergrund. Eröffnet wurde das Programm durch Prof. Dr. Christoph Burmann. In seinem Vortrag erläuterte der Experte das Konzept der identitätsbasierten Markenführung.
Daran anschließend stellten die Innovationszirkel die Resultate ihrer Arbeit vor. Die Teams hatten sich im Nachgang des ersten Partner-Forums gebildet und bestehen aus Geschäftsführern von Partnerbetrieben und Mitarbeitern von Veka. Gemeinsam beleuchten sie Themen aus allen Geschäftsbereichen – und entwickeln neue Ansätze, um die jeweiligen Abläufe weiter zu optimieren.
Umfassende Digitalisierung stand im Vordergrund bei der Präsentation Supply Chain & Logistik, ausgearbeitet vom Innovationszirkel um Tobias Brüggemann, Supply-Chain-Manager bei Veka, und Klaus Gayko, Geschäftsführer Gayko Fenster-Türenwerk. Der Vortrag führte das Auditorium exemplarisch durch den digitalisierten Wareneingang, wie ihn Veka bereits über weite Strecken etabliert hat. "Sie bestellen elektronisch Ihre Artikel und geben uns auf demselben Weg Referenzen mit", beschrieb Brüggemann den ersten Schritt des Prozesses. Damit habe Veka alle erforderlichen Informationen, um zu kommissionieren, zu packen, zu buchen und zu liefern – einschließlich elektronischem Lieferavis mit Palettenkennung und Inhaltsliste.
Ein effizientes Tool für die Schnittstelle zwischen Hersteller und Interessent stellte der Innovationszirkel Digitalisierung & Services vor, in Bad Driburg vertreten durch Harald Bremer, Geschäftsführer der FTM Fenster- und Türenbau Mulda, und Karl Dietrich Wellsow, Geschäftsführer Digital Building Solutions, dem Digitalisierungs-Hub der Veka Gruppe. Mit der Plattform DBS Connect plane man eine vollständige digitale Durchgängigkeit, erläuterte Wellsow. „Wenn sich ein Endkunde auf Basis von Windoplan-Daten ein Fenster konfiguriert, dann landet diese Information direkt in Ihrer Software und Sie können sofort ein Angebot daraus erzeugen.“
Technische Neuerungen für einen nachhaltigen Materialkreislauf präsentierte der Innovationszirkel Produkt & Oberfläche. Ilka Häcker, Geschäftsführerin der Georgi Fenster- und Türenbau, und Arne Post, Leiter des Veka Produktmanagements, nahmen in ihrem Vortrag direkten Bezug auf die Keynote von Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker. „Recyclingströme aus Altfenstern sind für sehr wichtig“, betonte Arne Post. „Deshalb ist es unser Ziel, Recyclingmaterial bei der Profilextrusion mit einem Anteil von bis zu 70 Prozent einzubringen.“
"Ein Fenster kann schon sehr sexy sein, man muss es nur entsprechend verpacken." Diese pointierte Aussage von Christian Bandle, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Hilzinger, hatte Symbolcharakter für die Präsentation des Innovationszirkels Marketing & Kommunikation. Gemeinsam mit Jürgen Herbe, Leiter Werbung bei Veka, stellte Bandle u.a. die aktuell anlaufende Imagekampagne "Das Fenster kann‘s!" vor. Die Kampagne sei ein echtes Gemeinschaftsprojekt, wandte er sich an die Fensterhersteller im Auditorium. "Veka spielt den Ball, aber wir müssen das Tor schon selbst schießen!"
Jetzt Geschwindigkeit aufnehmen
Ungeachtet des vielfältigen Tagungsprogramms bot das Veka Partner-Forum zwischen den einzelnen Vorträgen und Präsentationen immer wieder Gelegenheit, sich im persönlichen Gespräch auszutauschen – ein Angebot, das von den Teilnehmern gern angenommen wurde.
Neben den konkreten Resultaten und wertvollen Impulsen für die Zukunft ist es vor allem der intensive Kontakt mit den Partnern, der den Wert des nicht alltäglichen Veranstaltungsformats ausmacht. "Uns geht es bei diesem Austausch darum, uns fit für die Zukunft zu machen", betonte der Veka Vorstandsvorsitzende Andreas Hartleif. "Und damit meine ich nicht nur Veka, sondern uns gemeinsam in unserer Partnerschaft als Systemgeber und als Verarbeiter."
