Die Confiserie im traditionsreichen Münchner Delikatessenhaus Dallmayr erstrahlt nach umfassender Renovierung in neuem Glanz. Blickfang ist ein kunstvoll gefertigtes Glasmosaik, das in aufwändiger Handarbeit entstand. Damit zeigt sich Dallmayr nicht nur als Ort des Genusses, sondern auch als Bühne für meisterhaftes Handwerk.

Dallmayr ist deutschlandweit vor allem für Kaffee bekannt. Doch das traditionsreiche Unternehmen aus Bayern, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1700 zurückreichen, steht für weit mehr als aromatische Bohnen: Im Delikatessenhaus an der Münchner Dienerstraße erwartet Besuchende ein vielfältiges Sortiment – von erlesenen Weinen und Spirituosen über feines Gebäck und Blumen bis hin zu Pralinen und Schokoladen.
Seit Ende April wird das Stammhaus umfassend modernisiert – die erste grundlegende bauliche Erneuerung seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Fokus des Umbaus stehen die Abteilungen für Kaffee, Tee, Pâtisserie und Confiserie. Bei der Neugestaltung habe man sich auch von historischen Fotografien inspirieren lassen, erklärt Florian Randlkofer, geschäftsführender Gesellschafter der Alois Dallmayr KG. Ein erster Meilenstein wurde bereits im Juni mit der Eröffnung der neu gestalteten Confiserie-Abteilung erreicht. Auf rund 50 Quadratmetern präsentiert sich nun eine erweiterte Pralinen- und Schokoladenwelt. Herzstück ist die neue Pralinentheke – ein zentraler Anlaufpunkt für Liebhaber handgefertigter Süßwaren.
1.000 Glasstücke pro Quadratmeter
Ein Highlight der neuen Confiserie ist das aufwändig gearbeitete Glasmosaik hinter der Pralinentheke. Es zeigt stilisierte Kakaopflanzen auf einem zartrosa-beigefarbenen Hintergrund – ein Motiv, das eigens für Dallmayr von Interior-Designerinnen und Designern entworfen wurde. Inspiration lieferte ein Fassadenrelief aus den 1890er-Jahren, das bis heute das historische Erscheinungsbild des Hauses prägt.
Gefertigt wurde das Mosaik von der Bayerischen Hofglasmalerei Gustav van Treeck. In enger Zusammenarbeit mit dem Team entstanden zunächst Entwürfe, auf deren Grundlage die Mosaizistinnen und Mosaizisten der Glaswerkstätten über 6.000 Glasteile verarbeiteten – rund 1.000 Stück pro Quadratmeter. Jedes einzelne Element wurde von Hand zugeschnitten und in sorgfältiger Feinarbeit gesetzt.