Im Juni 2026 versammelt das ift Rosenheim die Tür- und Torbranche in Münster. 21 Vorträge liefern Antworten auf Krise, Klimaresilienz, Cybersicherheit und neue Normen.
Am 10. und 11. Juni 2026 lädt das ift Rosenheim zu den Rosenheimer Tür- und Tortagen ins Mövenpick Hotel Münster ein. Die Fachtagung unter dem Motto "Mit Wissen und Erfahrung in die Zukunft" adressiert Hersteller, Planer und Verarbeiter aus dem Tür- und Torsegment und stellt die Transformation der Branche in den Mittelpunkt. Neben Kostendruck im Bauwesen rücken Themen wie Kreislaufwirtschaft, Klimaresilienz, Automatisierung, künstliche Intelligenz sowie der Schutz vor physischen Angriffen auf Gebäude und Infrastruktur in den Vordergrund.
Programm mit 21 Vorträgen und namhaften Key-Speakern
Das Programm umfasst 21 Vorträge. Den fachlichen Rahmen setzen mehrere Hauptredner: Prof. Dr. Winfried Heusler (ift Rosenheim) ordnet ein, wie sich die beschriebene Transformation auf die Tür- und Torbranche auswirkt. Prof. Dr.-Ing. Klaus Sedlbauer von der TU München widmet sich dem Bauen für Mensch und Umwelt. Martin Langen von B+L Marktdaten beleuchtet die Marktentwicklung unter dem Titel "Starker Wohn-Neubau 2026/27 – wo bleibt der Nichtwohnbau?" und geht auf Auswirkungen für Türen und Tore ein.
Prof. Dr.-Ing. Alexander Stolz vom Fraunhofer EMI und der Universität Freiburg sowie Prof. Christian Niemöller (SMNG Rechtsanwaltsgesellschaft) ergänzen die Riege der Hauptvortragenden. Der Vortrag von Stolz steht unter dem Titel "Resilienz ist kein Zufall – sie ist Ingenieurarbeit: Wie man Widerstandsfähigkeit als Ingenieurgröße erfasst gegen Ausfälle, Angriffe und Kaskadeneffekte". Niemöller nimmt sich Vertragsänderungen und Nachträgen in der Baupraxis an und beleuchtet, inwieweit Terminverzug eine Chance bieten kann – inklusive eines Updates zum Vergaberecht.
Parallelblöcke am ersten Tag: Nachhaltigkeit, Beschläge, Resilienz und Normung
Am Nachmittag des 10. Juni teilt sich das Programm in parallele Sessions. Im Block Nachhaltigkeit sprechen Peter Mayer und Dr. Theresa Villinger vom ift Rosenheim über nachhaltige Zahlen, Daten und Validität. Daniel Neuhaus von der DGNB beleuchtet die Bedeutung von Zertifizierungen im Kontext von Bauprodukten. Parallel widmet sich der Block Beschläge der Tür- und Torsicherung: Thomas Klaverkamp vom Polizeipräsidium Münster gibt Einblicke in die Beratungspraxis der Polizei, Andrea Horsthemke vom Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert (PIV) geht der Frage nach, ob die Elektronik die Mechanik bei Zutrittssicherheitssystemen ablöst.
Im Block Resilienz und Sicherheit referiert Benedikt Pulver vom TÜV Süd Product Service zur Cybersicherheit im Rahmen der Maschinenverordnung und deren Einfluss auf die Normen EN 12453 und EN 16005. Andreas Schmidt vom ift Rosenheim stellt die ift-Richtlinie EI-06/1 zu vandalismusresistenten Bauelementen vor. Im parallelen Block Normung erläutert Prof. Jörn P. Lass vom ift Rosenheim die neue Struktur der Produktnormen im Tür- und Torbereich, insbesondere die Zusammenlegung von Innen-, Außen- und Automatiktüren. Stephan Schmidt vom PIV ordnet die Auswirkungen der neuen Bauproduktenverordnung für Beschläge ein – Stichwort: 50 Produktnormen.
Zweiter Tag: Glas, Brandschutz, Automatisierung und Innentüren
Der 11. Juni teilt sich nach dem Hauptvortrag von Klaus Sedlbauer ebenfalls in parallele Sessions. Im Block Glas, Tür und Tor spricht Michael Elstner vom ift Rosenheim über transparentes Bauen mit Ganzglasanlagen und Glastüren. Pascal Röösli, Expert SNV und CEN/TC 33/WG 5, referiert zu Sicherheitsanforderungen an kraftbetätigte Tore mit Fokus auf Sensorik. Parallel widmet sich der Block Brandschutz den Folgen der neuen Bauproduktenverordnung für Feuerschutzabschlüsse – vorgetragen von Dr. Gerhard Wackerbauer (ift Rosenheim). Anyke Aguirre Cano und Markus Leppin (ift Rosenheim) zeigen Chancen durch die IMO-Prüfung und neue Prüfverfahren für Bauprodukte.
Im Block Automatisierung behandelt Knut Junge von ift Rosenheim ConTec den Spannungsbereich Brandschutz versus Barrierefreiheit. Olaf Vögele von media4technologies stellt KI-Anwendungen für Türen und Tore vor – mit Blick auf Sicherheit, Energieeinsparung und Facility-Management. Im parallelen Block Innentüren berichten Feline Karer und Marco Müller von der Gütegemeinschaft Innentüren über aktuelle Erkenntnisse und Lösungen aus der Gütesicherung unter dem Titel "Schluss mit nassen Füßen". Johannes Link von Linkplan zeigt unter dem Titel "Mehr als eine Tür", wie sich multifunktionale Lösungen in die digitale Türfachplanung integrieren lassen.
Vorabendtreff, Abendveranstaltung und Anreise
Am Vorabend, dem 9. Juni 2026 ab 18 Uhr, gibt es Gelegenheit zum Netzwerken in der Akademischen Bieranstalt Cavete in der Kreuzstraße 37/38 in Münster. Das ift lädt zu einem Begrüßungsgetränk ein, die weitere Bewirtung erfolgt auf Selbstzahlerbasis. Anmeldungen sind bis zum 15. Mai 2026 möglich.
Die Abendveranstaltung am 10. Juni findet in den Ufer Studios in Münster statt. Ein Busshuttle startet um 18.30 Uhr am Mövenpick Hotel, die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und endet um 23 Uhr mit der Rückfahrt. Für die Anreise empfiehlt das ift Rosenheim die Bahn: Über die DB Event-Angebote starten Tickets nach Veranstalterangaben ab 16,19 Euro, kombinierbar mit Bahncard-Rabatt und mit 100 Prozent Ökostrom. Das Tagungshotel liegt zirka 15 Minuten vom Münsteraner Hauptbahnhof entfernt.
Teilnahmegebühren
Die Teilnahmegebühr beträgt 995 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und schließt digitale Unterlagen, Teilnahmebestätigung sowie Verpflegung während der Veranstaltung ein. Für ift-Mitglieder, Förderer und Studierende gelten gesonderte Konditionen. Der Zugang erfolgt ausschließlich mit dem Print@Home-Ticket, das zirka zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn als PDF zugeht.
