Mit rund 150 Gästen hat das Sachverständigenbüro Alexander Dupp & Kollegen am 5. Oktober die Erweiterung des Technischen Entwicklungs- und Leistungszentrums (TELZ) in Weroth im Westerwald gefeiert. Die Expansion stellt einen Meilenstein für die Prüf- und Entwicklungslandschaft im Fenster- und Türenbau dar.

Mit der Erweiterung des TELZ und dem Erwerb des gesamten Grundstücks vor drei Jahren begann für Alexander Dupp und sein Team ein aufregender Schritt in die Zukunft. "Wir sind nun in der Lage, als ganzheitlicher Anbieter aufzutreten und unsere Kunden in allen Belangen zu unterstützen – von der Schulung über die Vorprüfung bis hin zur Produktentwicklung und Ausbildungsstelle. Das ist wirklich einzigartig, insbesondere in Kombination als Prüfstandort des ift Rosenheim", freut sich Dupp.
Das neue Prüfzentrum wurde auf eine Gesamtfläche von ca. 1.000 Quadratmeter vergrößert. Auch das 5.000 Quadratmeter große Außengelände erstrahlt in neuem Glanz und ist nunmehr vollständig nutzbat. Und der nächste Teil der Erweiterung steht bereits bevor.
TELZ: Gründung im Jahr 2016
Im Jahr 2016 hatte das Sachverständigenbüro Alexander Dupp & Kollegen das TELZ eröffnet. Der Grund: Es gab keinen Prüf- und Entwicklungsstandort für den Fenster- und Türenbau in der näheren Umgebung. Der Standort sollte alles bieten, was die Branche benötigt.
Gestartet wurde zunächst in Garagen und Unterständen in der näheren Umgebung. Später erfolgte dann der Bau der ersten Halle, die sich im Laufe der Jahre zum perfekten Prüfort entwickelte. Nach zahlreichen Gesprächen mit dem ift Rosenheim und dem damaligen Institutsleiter Prof. Ulrich Sieberath wurde klar, dass das Prüfinstitut einen Prüfstandort in der Mitte von Deutschland unterstützt.
Bis heute ist aus dem TELZ eine vom ift akkreditierte Prüfstelle geworden, in der Entwicklungs- und Vorprüfungen realisierbar sind. Die Prüfungen, die für das CE-Kennzeichen genutzt werden, können an den Standorten Rheda-Wiedenbrück, Rosenheim oder auch im TELZ durch Prüfer des ift Rosenheim durchgeführt werden. Weiterhin wird das TELZ als Weiterbildungsstandort für Fensterbauer, Zulieferindustrie und behördliche Polizeieinheiten genutzt, bei der theoretische Lehrinhalte mit praktischen Erfahrungen am Prüfstand kombiniert werden.
Prüfungen sind ein absolutes Muss
Im Zuge der Weiterentwicklung verschiedener Bauprodukte war die Erweiterung notwendig geworden, heißt es. Dazu haben auch die Wetterkapriolen in Kombination mit Hochsicherheitsbauteilen beigetragen. Diese reichen von einbruch- oder beschusshemmenden bis hin zu sprengwirkungshemmenden Konstruktionen.
Bei der CE-Kennzeichnung von Fenstern und Türen werden Leistungseigenschaften wie Schlagregendichtheit, Widerstand gegen Windlast und Luftdichtheit deklariert, die im Rahmen der Bauproduktenverordnung vorab geprüft werden. Die Einbruchhemmung ist keine gesetzlich verpflichtende Eigenschaft. Dennoch ist sie ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung von Fenstern, Türen, Toren, Rollläden und Fassaden. Änderungen an diesen Bauteilen können die Dichtigkeit und andere Eigenschaften beeinflussen. Deshalb sind Kombinationsprüfungen ein absolutes Muss. Nur so lässt sich die Dichtheit des Bauteils zweifelsfrei nachweisen.
Neuer Prüfstand erweitert Leistungsspektrum
Bisher hat Alexander Dupp, Geschäftsführer und Betriebsleiter der ADT Alexander Dupp TELZ GmbH & Co.KG, eng mit dem Prüf- und Entwicklungszentrum von Siegenia in Siegen zusammengearbeitet. Von dort konnte er den Prüfstand erwerben, der künftig im TELZ zum Einsatz kommt.
Der neue Prüfstand erweitert das Leistungsspektrum des TELZ, denn nun kann nicht nur die Einbruchhemmung bis Klasse RC6, sondern auch die Absturzsicherung nach DIN 18008 im eingebauten Zustand geprüft werden. Ebenso lassen sich die Eckfestigkeit von Profilen sowie die Schlagregendichtheit und der Widerstand gegen Windlast prüfen. Die Luftdichtheit bis zur Tornado-Prüfung kommt unter die Lupe, zudem gibt es eine Sonderprüfung der Schlagregenbeaufschlagung von Sondernutzungen.
