Bei bodentiefen Fensterelementen scheitert die fachgerechte Abdichtung im Sockelbereich häufig an vormontierten Rollladenleisten. Ralmont hat eine Lösung für dieses Problem: Mit dem Ralmo-Anschlussflansch bereitet der Fenstermonteur die Arbeit des Bauwerksabdichters einfach und sicher vor.

Bei der Montage bodentiefer Fensterelemente entstehen regelmäßig Probleme mit der Stauwasserdichtigkeit. Der Regeleinbau verlangt einen Abdichtungsanschluss nach DIN 18531, DIN 18533 oder den Flachdachrichtlinien. Gefordert wird hier eine Abdichtungshöhe von mindestens 150 Millimeter bzw. eine Anschlussbreite von mindestens 50 Millimeter am Element. Wie der Abdichtungsspezialist Ralmont erläutert, könne der Bauwerksabdichter diese Vorgabe bei vormontierten Rollladenleisten und der Verwendung üblicher Werkzeuge nicht ordnungsgemäß umsetzen. Der Spalt zwischen Mauerwerk und Rollladenleiste falle hierfür zu schmal aus.
Abhilfe schaffe der Ralmo-Anschlussflansch. Mit diesem übernehme der Fenstermonteur die Abdichtung am Element im Vorfeld. „Mit dem Ralmo-Anschlussflansch ist dieser Bereich durch den Fenstermonteur bereits sauber und schnell abgedichtet“, teilt Ralmont mit. Das Folgegewerk könne daran mit einer Flüssigabdichtung wie der stauwasserdichten Ralmo-Flüssigabdichtung Öko 1K anschließen.
Aufbau und Varianten des Flanschsystems
Der Ralmo-Anschlussflansch ist gemäß der ift-Richtlinie MO-01/1:2007-01 als druckwasserdichtes Abdichtungssystem sowie gemäß der ÖNORM B3691/3692 geprüft und besteht aus einem selbstklebenden Bitumendichtband und einer schraubbaren Kunststoffleiste mit Hohlkehle. Letztere soll sicherstellen, dass ausreichend Klebedichtstoff (Ralmo-Montage Fix All Seasons) den Anschluss abdichtet und dauerhaft stauwasserdicht hält.
Je nach Einbausituation bietet Ralmont den Flansch in mehreren Ausführungen an: als einteiligen Flansch, als wechselseitigen Flansch für Kunststoffprofile sowie als Stufenflansch für die seitliche Montage mit Schienenhalter. Zusätzlich ist eine Variante mit zwei Hohlkehlen in unterschiedlichen Materialien erhältlich, die bei Fenstersystemen mit gedämmter, vollflächig verklebter Aluminium-Schale zum Einsatz kommt.
Montage und Vorteile in der Praxis
Den einteiligen Anschlussflansch bringt der Monteur mithilfe von vier Schrauben (im Lieferumfang enthalten) seitlich und außen bündig am Bodeneinstandsprofil sowie am Rahmenrücken des Elements an. Die Einbauhöhe von mindestens 150 Millimeter ab Unterkante Blendrahmen/Schwelle wird Ralmont zufolge durch die Geometrie des Profils sowie die Geometrie des Flansches definiert. Eine Anschlussbreite von mindestens 50 Millimeter am Element sei nicht mehr erforderlich – diese Vorgabe kompensiere der Flansch.
Für den Fenstermonteur bedeutet die Lösung einen klar definierten Arbeitsschritt im Sockelbereich, für den nachfolgenden Bauwerksabdichter eine vorbereitete, saubere Anschlussfläche. Die Schnittstelle zwischen den Gewerken ist damit eindeutig geregelt.