Vom Spacer bis zum Randverbund Qualitätssicherung von Mehrscheiben-Isolierglas

Wie lässt sich die dauerhafte Qualität von Mehrscheiben-Isolierglas sicherstellen? Ein Besuch bei AGC Interpane in Plattling zeigt, wie tägliche werkseigene Produktionskontrolle und regelmäßige externe Fremdüberwachung zusammenspielen. Im Auftrag des Gütezeichenträgers Mehrscheiben-Isolierglas prüft das ift Rosenheim für die Gütegemeinschaft Flachglas nicht nur Testscheiben und Komponenten, sondern auch Prozesse, Prüfhäufigkeiten und die lückenlose Dokumentation.

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    Maximilian Haimerl (rechts), QA/QC Deputy Manager bei AGC Interpane, führte Alexander Meister vom ift Rosenheim für die MIG-Überwachung durch die Produktion und erläuterte, wie die tägliche werkseigene Produktionskontrolle organisiert ist.
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    Für die Messung mit der Thermowaage wird eine Probe des Superspacers vorbereitet. Der Gewichtsverlust nach dem Erhitzen gibt Aufschluss über die Feuchtevorbeladung des integrierten Trockenmittels.
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    Mit dem Gas-Tester kann die Argonkonzentration im Scheibenzwischenraum der produzierten Isoliergläser zerstörungsfrei kontrolliert werden.

Mehrscheiben-Isolierglas wirkt auf den ersten Blick wie ein vergleichsweise einfaches Produkt: Glasscheiben, Abstandhalter, Dichtstoffe und eine Gasfüllung werden zu einer Einheit verbunden. Tatsächlich entscheidet jedoch das Zusammenspiel vieler Details über die langfristige Funktion des Randverbunds – und damit unter anderem über Dichtigkeit, Gasfüllgrad sowie den Schutz vor Feuchteeintrag in den Scheibenzwischenraum.

Dass hinter der zuverlässigen Funktion über Jahrzehnte ein engmaschiges Qualitätsmanagement steht, bleibt von außen unsichtbar. Genau darum ging es bei der Fremdüberwachung des Mehrscheiben-Isolierglases bei AGC Interpane in Plattling.

Das Gütezeichen soll widerspiegeln, dass wir auf unsere Produkte vertrauen und die Qualität liefern, die unsere Kunden ­erwarten."

Maximilian Haimerl, QA/QC Deputy Manager bei AGC Interpane

Alexander Meister, Auditor beim ift Rosenheim, führte die Überwachung im Auftrag der Gütegemeinschaft Flachglas durch. Maximilian Haimerl, QA/QC Deputy Manager bei AGC Interpane, führte durch die Produktion und erläuterte, wie die tägliche werkseigene Produktionskontrolle organisiert ist. Gemäß den Güte- und Prüfbestimmungen der Gütegemeinschaft Flachglas für das RAL-Gütezeichen MIG RAL-GZ 520 überprüft das ift Rosenheim nicht nur die produzierten Isoliergläser. Es kontrolliert auch, ob die betrieblichen Prüfungen nachvollziehbar dokumentiert werden und ob die Prozesse die Anforderungen der einschlägigen Normen und Gütebestimmungen erfüllen.

Ein Audit entlang der gesamten Produktionskette

Die Fremdüberwachung beginnt nicht erst am Ende der Produktion. „Wir schauen uns die gesamte werkseigene Produktionskontrolle an – angefangen beim Wareneingang über die Produktionskontrolle bis zum Fertigprodukt“, erklärt Alexander Meister. Dazu gehören die eingesetzten Komponenten ebenso wie Prüfprotokolle, Rückstellmuster und die Kennzeichnung der Testscheiben.

Je nach Größe des Betriebs und Zahl der Produktionslinien dauert ein Audit im Regelfall drei bis vier Stunden. Entscheidend ist dabei nicht allein, ob einzelne Messwerte passen. Ebenso wichtig ist, ob sie vollständig erfasst sind, sich den eingesetzten Chargen eindeutig zuordnen lassen und bei Bedarf über einen längeren Zeitraum zurückverfolgt werden können.

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