NSG Group Pilkington nimmt Floatglaslinie im Werk Gladbeck außer Betrieb

Pilkington Deutschland, Teil der NSG Group, hat angekündigt, die Glasproduktion in ihrem Werk im nordrhein-westfälischen Gladbeck zu reduzieren. So soll ab Januar 2025 eine der beiden Floatglaslinien außer Betrieb genommen werden. Die Maßnahme geht mit einem Stellenabbau einher.

Dr. Christian Quenett ist Vorstand der Pilkington Deutschland AG. - © Pilkington

Der genaue Zeitpunkt für eine mögliche Wiederinbetriebnahme der Linie wird nach eigenen Angaben zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Damit reagiere Pilkington auf die aktuell und mittelfristig schwache Nachfrage auf dem deutschen und europäischen Glasmarkt und damit einhergehende Überkapazitäten.

Mehr als 100 Arbeitsplätze betroffen

Mit dieser Maßnahme sei auch ein signifikanter Abbau von deutlich mehr als 100 Arbeitsplätzen verbunden. Darüber sei die Belegschaft in Gladbeck und an anderen Standorten der Unternehmensgruppe in Deutschland am 9. Oktober informiert worden. Pilkington stehe im kontinuierlichen Austausch mit den Arbeitnehmervertretern und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), um den Prozess so fair und transparent wie möglich für die betroffenen Mitarbeiter umzusetzen.

"Wir bedauern sehr, diese drastische Maßnahme aufgrund der insbesondere in Deutschland extrem schwachen Marktsituation ergreifen zu müssen. Doch sind wir der festen Überzeugung, das Unternehmen am Standort Gladbeck bestmöglich für die Zukunft aufzustellen, um langfristig wieder erfolgreich zu sein", sagt Dr. Christian Quenett, Vorstand Pilkington Deutschland.