Glasfaserverstärkte Kunststoffprofile Next Generation Fensterprofile aus Verbundwerkstoffen

Mehrere Hersteller verstärken ihre PVC-Profile bereits mit Glasfasern, um die vielfältigen Vorteile von Fenstern ohne Stahlarmierung für ihre Kunden zu erschließen. GFF gibt einen Überblick über eine Auswahl an auf dem Markt verfügbaren glasfaserverstärkten Kunststoffprofilen (GFK).

Thermo Fibra von Deceuninck verstärkt Fenster und Türen mit eingebetteten, endlosen Glasfasersträngen, die stabilisieren und gleichzeitig höchste Wärmedämmwerte ermöglichen.
Thermo Fibra von Deceuninck verstärkt Fenster und Türen mit eingebetteten, endlosen Glasfasersträngen, die stabilisieren und gleichzeitig höchste Wärmedämmwerte ermöglichen. - © Deceuninck

In Fragen der Optik liegen in der heutigen Zeit vor allem große Fenster mit schlichten, schmalen Rahmen im Trend. Um solche Fenster energieeffizient und stabil umzusetzen, nutzen immer mehr Unternehmen Verbundwerkstoffe wie glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) für die Herstellung ihrer Fensterprofile. Denn GFK-Profile besitzen hervorragende thermische Eigenschaften, eine hohe Festigkeit bzw. Steifigkeit und gleichzeitig ein geringes Gewicht.

Thermo Fibra Glasfasertechnologie von Deceuninck

Deceuninck fing mit der Entwicklung seiner Glasfasertechnologie Thermo Fibra im Jahr 2012 an und führte sie zuerst in Westeuropa ein. „Damals bestand die Herausforderung darin, den störenden Faktor Stahl aufgrund verschärfter Wärmeanforderungen zu eliminieren, was uns mit dieser Technologie gelungen ist“, erzählt das Unternehmen. Nach kontinuierlicher Weiterentwicklung sei die Technologie bereits ausgereift gewesen, als Deceuninck sie in Deutschland eingeführt hat. „Wir sehen nun auch erhebliche Chancen für den deutschen Markt. Dank der vielen Vorteile unseres Produkts und der stetig steigenden Anforderungen an die Wärmedämmung sind wir zuversichtlich, dass Thermo Fibra sich am Markt etabliert.“

Bei Thermo Fibra werden endlose Glasfaserstränge in einem speziellen Prozess ähnlich wie in einem Webstuhl verwebt und in die Überschläge der Flügel-Profile eingebettet. „Durch die Langglasfasern haben wir im Vergleich zu kurzen Glasfasern ein stark erhöhtes E-Modul, wodurch die Stabilität deutlich erhöht wird“, erklärt Deceuninck. Zum Einsatz kommt die Technologie im flächenversetzten Design Elegant Infinity, das für Fenster-, Balkontür- und Haustürprofile verfügbar ist. Der Thermo-Fibra-Flügel kann dabei mit dem iCOR Baukastensystem mit allen Rahmenbautiefen (76, 84, 115 Millimeter) kombiniert werden.

Stahllose Fenster mit zahlreichen Vorteilen

Mit der Kombination der thermischen Armierung Forthex im Rahmen können mit Thermo Fibra stahllose Fenster realisiert werden. Die Vorteile sind laut Deceuninck vielfältig: Das Profilgewicht wird um bis zu 30 Prozent reduziert, die thermische Leistung steigt auf einen Uf-Wert von 0,85 W/m²K bei Fenstern, Balkontüren und Haustüren. Zudem werde die Komplexität für die Kunden verringert, da Armierungsstahl und Eckschweißverbinder bei Haustüren komplett entfallen.

Des Weiteren kann die Produktionszeit um bis zu 20 Prozent verkürzt werden, was die Kosten pro Einheit senkt. Das geringere Profilgewicht reduziere außerdem die Abnutzung der Maschinen. Auch große Elemente bis zu einer Höhe von 2,60 Meter können problemlos ohne zusätzlichen Stahleinsatz realisiert werden, was die Planung für Kunden und Architekten erheblich erleichtere.

Der vollständige Beitrag mit Infos zu den GFK-Lösungen von Exel Composites und Rehau Window Solutions erscheint in der GFF 11 am 12. November.

Zugehörige Themenseiten:
Wunschthema