Seit Jahrzehnten setzt das Systemhaus Akotherm in seinen Fenster- und Türsystemen auf eine Profilwanddicke von zwei Millimeter. Nun geht das Unternehmen einen Schritt weiter. Durch die Anpassung der Flügelgrößendiagramme für Fensterflügel werden die Vorteile dieser Profilwanddicke noch deutlicher, heißt es. Hier die Details.

Angeregt durch Kundenwünsche, auch kleinere Flügelprofile in größeren Formaten abzubilden, hat Akotherm ein umfangreiches Prüfprogramm gestartet. Dieses Programm überprüft die Leistungseigenschaften der Profile unter erhöhten Bedingungen.
Probekörper vom ift Rosenheim prüfen lassen
In Zusammenarbeit mit dem ift Rosenheim wurden Probekörper entwickelt, die als Basis für das neue Flügelgrößendiagramm dienen. Diese Probekörper haben Dichtigkeitsprüfungen, Belastungs- und Dauerfunktionsprüfungen erfolgreich bestanden. Das Ergebnis: Die maximal zulässigen Formate aller drei Flügelgrößen konnten erheblich vergrößert werden.
Bei Flügelbreite 27 Millimeter ist Bauhöhe bis 2700 Millimeter möglich
"Ein Highlight: Der kleinste Flügel mit einer Ansichtsbreite von nur 27 Millimeter kann jetzt bis zu einer Flügelgröße von 2700 Millimeter Höhe verwendet werden. Das bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile für Metallbauer, sondern eröffnet auch Architekten und Planern neue Gestaltungsmöglichkeiten mit schmalen Ansichtsbreiten und größerem Lichteinfall", teilt Akotherm mit.
Für die größte Ausführung mit einer Ansichtsbreite von 58 Millimeter wurde der Nachweis für ein Fensterflügel mit den Maßen 1300 x 3000 Millimeter und einem maximalen Flügelgewicht von 200 Kilogramm erbracht. Diese Größen und Gewichte waren bisher nur projektbezogen mit Einzelfallzulassungen realisierbar.
Verglasung muss nicht verklebt werden
Ein weiterer Vorteil: Bei der Glasanbindung sind keine stabilisierenden Maßnahmen wie das Verkleben der Scheibe erforderlich, heißt es von Akotherm.
Das Unternehmen bietet weiterhin zwei Ausführungsvarianten innerhalb der Flügelgrößen an. Neben dem Standardflügel gibt es eine Variante mit einer um 60 Grad abgeschrägten und um zehn Millimeter zurückgesetzten Verglasungsebene. Diese seit über 40 Jahren bewährten Profilausführungen bieten laut Akotherm auch heute noch Vorteile: Eine schlankere Ansicht im Innenbereich, die Verwendung derselben Glasleisten wie in Festfeldern und Türflügeln sowie die Möglichkeit, alle Rahmensprossen als Flügelsprossen einzusetzen.
Die identischen Eckwinkel in den verschiedenen Flügelgrößen ermöglichen eine flexible Verwendung, und alle Flügel können mit denselben Stanzmessern gepresst werden, was die Fertigung rationeller macht. Auch eine Stiftverbindung ist möglich.
