Die Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 12. Mai 2026 in Velbert Kilian Englert von Hoppe in den Vorstand gewählt. Das Gremium wächst damit auf elf Personen. Zugleich investiert das angeschlossene Prüfinstitut Velbert (PIV) kräftig in neue Prüfstände.

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge hat das Gremium den 62-jährigen Diplom-Maschinenbauer Kilian Englert in den Vorstand berufen. Englert ist seit dem Jahr 2014 für den Beschlaghersteller Hoppe mit Sitz in Stadtallendorf tätig. Bis Ende 2025 verantwortete er dort den Bereich Innovation Produkte der Hoppe Gruppe, seit Anfang 2026 ist er Verantwortlicher für Entwicklungs-Compliance und Schutzrechte. Zuvor sammelte er bei mehreren Unternehmen Erfahrungen als Entwicklungsleiter, unter anderem bei Jado.
Vorstand wächst auf elf Mitglieder
Mit der Wahl Englerts umfasst der Vorstand der Gütegemeinschaft mittlerweile elf Personen, die in ihren Ämtern turnusmäßig bestätigt wurden. Vorsitzender bleibt Alfred Dinkelborg (Aug. Winkhaus), sein Stellvertreter ist Wolfgang Landwehr (Simonswerk). Zum gewählten zweiten Stellvertreter rückt Dr. Frank Völker (CES C. Ed. Schulte) auf.
Geschäftsführer Stephan Schmidt gehört dem Vorstand ebenso als geborenes Mitglied an wie Susanne Buschmann (Hoppe) als Obfrau des Güteausschusses. Als geborene Mitglieder gelten Personen, die durch ihre Funktion automatisch dem Gremium angehören. Weitere Vorstandsmitglieder sind Martin Barck (Roto Frank Fenster- und Türtechnologie), Falk Füllgraf (Dr. Hahn), Jürgen Meinhardt (KFV Karl Fliether), Hubertus Kieneke (Franz Schneider Brakel) sowie Andreas Mielke (Wilh. Schlechtendahl & Söhne).
Die Gütegemeinschaft zählt nach eigenen Angaben mittlerweile 41 Mitglieder aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Serbien und der Türkei.
Prüfinstitut erweitert Programme und Anlagen
Im angeschlossenen Prüfinstitut Velbert (PIV) arbeiten inzwischen 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon drei in geringfügiger Beschäftigung. Das Prüfspektrum umfasst nach Angaben der Gütegemeinschaft 15 Prüfbereiche. Geprüft wird nach 13 PIV-Cert-Programmen, sechs RAL-GZ-Richtlinien und zirka 80 DIN- und EN-Normen.
Gegen Ende des Jahres erwartet das Institut ein neues PIV-Cert-Zertifizierungsprogramm zur EN 15685 (Schlösser und Baubeschläge – Mehrfachverriegelungs-Schlösser und Schließbleche – Anforderungen und Prüfverfahren). Die RAL-GZ 607/3 hat das Institut um die optionale Prüfmöglichkeit bis 180 Grad Drehöffnungsstellung bandseitig bei verdeckt liegenden Bändern erweitert.
Um dem sich wandelnden Bedarf an Prüftechnik und der Nachfrageauslastung gerecht zu werden, investiert das PIV regelmäßig in neue Anlagen. Im vergangenen Jahr schaffte das Institut einen neuen 180-Grad-Prüfstand an und gab einen neuen Dauerfunktionsprüfstand in Auftrag. Hinzu kamen Anpassungen und Instandsetzungen bestehender Prüfstände. In Summe flossen im zurückliegenden Jahr und im bisherigen Verlauf des laufenden Jahres 600.000 Euro in Prüfstände.
Umsatz leicht über Vorjahr
Dem stehen Umsatzerlöse in Höhe von 1,476 Millionen Euro im Jahr 2025 gegenüber. Das entspricht einem leichten Plus von 18.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Erfreut über das Ergebnis erteilten die Mitglieder dem Vorstand und Geschäftsführer Entlastung.