Die Digitalisierung im Fensterbau ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Fenster- und Fensterprofilhersteller verbauen inzwischen RFID-Chips und speichern darauf Produktinformationen für die digitale Verwaltung von Aufträgen und Objekten.

Eine Lösung basierend auf NFC (Near Field Communication), einer speziellen Untergruppe von RFID, bietet zum Beispiel der gemeinsame Digitalisierungspartner von Gealan und Veka, die Digital Building Solutions GmbH (DBS). Die DBS ist 2020 durch die Ausgründung der IT-Services der Veka Gruppe entstanden und bezeichnet ihr Produkt DBS WinDo Flow als digitales Gedächtnis für Fenster. Die Softwarelösung kann zur Verarbeitung von Daten, zur Dokumentation von Prozessen und zur Kommunikation mit Monteuren und Endkunden genutzt werden. "Insgesamt besteht DBS WinDo Flow aus einem NFC-Chip oder einem QR-Code am Fenster, einer Web-Oberfläche (Cockpit), der mobilen App Montageprofi und der Service-Website Fensterpass", erklärt DBS-Geschäftsführer Karl-Dietrich Wellsow.
DBS WinDo Flow als digitales Gedächtnis für Fenster
Der NFC-Chip wird bereits während der Produktion des Fensters sicher unter der Glasleiste platziert oder in den Falz geklebt. Parallel dazu werden alle wichtigen Daten und Dokumente in die Cloud hochgeladen – also zum Beispiel Angaben zu Profil, Glas und Beschlag sowie Anleitungen, Prospekte und CE-Kennzeichen. In Zukunft soll DBS WinDo Flow auch Informationen zum Recycling enthalten, sowie über die Veka Umwelttechnik Kontaktmöglichkeiten zur Rückgabe von Altfenstern bieten. Die ID-Nummer auf dem Chip wird dann mit den Unterlagen in der Cloud verknüpft. Beim Einbau der Fenster, bei der Abnahme oder auch bei Wartung und Reparaturen wird die Dokumentation entsprechend aktualisiert. Wenn später weitere Arbeiten durchgeführt werden, kann der Monteur die Unterlagen über die Montageprofi-App abrufen und auf einen Blick den gesamten Lebenszyklus des Fensters nachvollziehen.