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Einer für alle, alle für einen Meisterschüler zeigen Klasse

Fünf Kandidaten, aber nur vier Stipendien – für Schüler des aktuellen Meisterkurses in Karlsruhe war das keine Option. Sie beschlossen, den Gesamtbetrag zu gleichen Teilen untereinander aufzuteilen – und wurden am Ende für ihr solidarisches Verhalten belohnt.

Einstimmigkeit und Geschlossenheit – dieses Bild vermittelte der Fachverband GFF BW auf seiner Mitgliederversammlung Ende Juni. Da sind der einmütig beschlossene Austritt aus dem BIV zu nennen oder die Wiederwahl des amtierenden Vorstands. Der Zusammenhalt zieht sich aber viel weiter, bis hinein in den Branchennachwuchs. Schüler des aktuellen Meisterkurses 29 hatten schon im Vorfeld außergewöhnliche Solidarität und Kameradschaft bewiesen.

Keiner sollte leer ausgehen

Der GFF BW verleiht mit Unterstützung der Werner-Stober-Stiftung jährlich ein Stipendium an einen Meisterschüler, mit welchem dieser zu einem gewissen Teil seine Weiterbildung finanziert. Zum 30. Geburtstag der Stiftung in diesem Jahr gab es eine besondere Überraschung: Die Verantwortlichen stockten das Budget auf, so dass vier Bewerber in den Genuss der Unterstützung kommen können und sogar ihre kompletten Jahresgebühren damit begleichen.

Das Problem: Im aktuellen Meisterkurs gibt es fünf Kandidaten, die die Förderung verdient hätten. Die ausgewählten Nachwuchskräfte hatten sich schnell geeinigt. Den Gesamtbetrag wollten sie zu gleichen Teilen untereinander aufteilen, niemand sollte leer ausgehen. Von diesem Gemeinschaftssinn war die Werner-Stober-Stiftung mehr als angetan und drehte abermals an der Budgetschraube, damit alle fünf Bewerber den vollen Betrag erhalten. Vorstandsvorsitzender Johannes-Georg Voll erzählte die Geschichte auf der Mitgliederversammlung in Karlsruhe, auf der er schließlich auch die Stipendien überreichte. Diese gingen an Lena Strobel, Nicole Streif, Jonathan Schaaf, Yannic Daum und Ugur Yilmaz. "Bei dem Stipendium handelt es sich um kein Geschenk, sie haben es sich durch ihre Leistungen verdient", sagte Voll.

Preisträger des Meister Awards

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Preisträger des Meister Awards 2020. Im Fach Theorie überzeugten Aljoscha Wiedemann (1. Preis), Tim Frasch (2. Preis) und Michael Heubach (3. Preis). Im Praxisteil errang Ruben Dick den ersten Preis, gefolgt von Daniel Bohn und Lukas Pfeffer.

Die Zusammenfassung der Mitgliederversammlung lesen Sie in der GFF-Septemberausgabe, die am 4. September erscheint.

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