Thermische Gebäudehülle Mehr Tempo bei der energetischen Sanierung

Ob serielle Sanierung mit vorgefertigten Elementen, Fenstertausch oder Upgrade von Bauelementen – es gibt viele Wege, Bestandsgebäude energetisch fit zu machen und Kosten zu sparen. Wir stellen praxisnahe Lösungen von Herstellern vor und beleuchten, worauf es aus Sicht eines Energieberaters beim Fenstertausch ankommt.

In Tübingen-Derendingen wurde ein Mehrfamilienhauses mit vorgefertigten Elementen von Schwörerhaus energetisch saniert.
In Tübingen-Derendingen wurde ein Mehrfamilienhauses mit vorgefertigten Elementen von Schwörerhaus energetisch saniert. - © SchwörerHaus/J. Lippert

Eine energetische Sanierung spart nicht nur Heizkosten und reduziert CO₂-Emissionen, sie steigert auch den Wert einer Immobilie. Eine Möglichkeit, älteren Gebäuden eine neue thermische Hülle zu verleihen, ist die serielle Sanierung mit vorgefertigten Holzbauteilen. Auf dieses Konzept setzt u.a. der Fertighaushersteller Schwörerhaus. Mit Erfolg – das Unternehmen hat mit der seriellen Sanierung den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Produkte (DNP) 2025 im Transformationsfeld Klima gewonnen.

Mit der Abteilung Hybridbau verfügt Schwörerhaus über das Know-how, Baumaßnahmen als Generalunternehmer vollumfänglich zu managen. "Unsere Produkte überzeugen durch hohen Vorfertigungsgrad, der eine schnelle und effiziente Umsetzung ermöglicht", erläutert Luca Wißler, Planer und Konstrukteur bei Schwörerhaus Hybridbau. "Dank präziser Fertigung und passgenauer Details garantieren wir höchste Qualität und eine perfekte Passform. Unsere erprobten Produktionskreisläufe sorgen für eine zuverlässige und reibungslose Herstellung." Dabei lege der Hersteller großen Wert auf den Einsatz nachhaltiger Materialien, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch ein gesundes Wohnklima schaffen. "Das Ergebnis sind langlebige und innovative Lösungen für höchste Ansprüche" so der Planer weiter.

Vorfertigung im Werk – inklusive Fenstern

Die serielle Sanierung eignet sich laut Wißler für Mehrfamilienhäuser mit einfacher Kubatur, insbesondere Wohnhäuser aus den 1950er bis 1970er-Jahren. "Die Wandelemente werden im Werk vollständig vorgefertigt – inklusive Fassade, Fenstern und Verschattung", sagt er. "Auch die Dachflächenfenster werden bereits in der Fabrik in die Dachelemente integriert, sodass sie vor Ort schnell und effizient montiert werden können." Bei der Wahl der Fenstermaterialien richte sich Schwörerhaus nach den individuellen Kundenwünschen – aufgrund der Detailplanung habe man sich auf einen Hersteller festgelegt.

Was die Montage der Wand- und Dachelemente auf der Baustelle betrifft, sei höchste Präzision erforderlich, da Übergänge wie Fensterlaibungen nur geringe Toleranzen zulassen. "Eine exakte Planung und ein 3D-Aufmaß ist daher unerlässlich", beschreibt er. "Standardisierte und bewährte Anschlussdetails sorgen für luftdichte Wandverbindungen."


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