Wie bereits berichtet, hat Glas Marte den insolventen Tiroler Glasspezialisten Steindl Glas erworben. Weil die Übernahme nun formell abgeschlossen ist, entlockte GFF-Online dem Glas-Marte-Geschäftsführer Martin Feigl neue Einzelheiten zu der Transaktion und zu den damit verbundenen Erwartungen.

Mit der Übernahme des Standorts des ehemaligen Glasfassadenspezialisten und Sicherheitsglasherstellers Steindl in Itter (Tirol) reagiert Glas Marte auf den Platzmangel im Stammbetrieb, zugleich will der Glashersteller seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern und künftig noch schneller auf Kundenwünsche reagieren.
"Wir haben selbst bisher kein Verbundsicherheitsglas und keinen Siebdruck hergestellt", erläutert Feigl. Dies sei durch den Erwerb des Werks in Itter nun möglich. Der Eigenbedarf im Unternehmen sei ausgesprochen hoch, deshalb verbessern sich laut Feigl durch die Übernahme in erster Linie die eigenen Möglichkeiten. Der Chef hofft auf flexiblere Liefertermine, ein noch konkurrenzfähigeres Produktangebot und die Umsetzbarkeit hoher technischer Anforderungen.
Fertigungstiefe optimiert
Die bereits bestehenden Maschinen und Anlagen vereinfachen den Aufbau am neuen Standort, von dem die Kunden profitieren sollen. "Mit dem Werk in Itter sind wir schneller in der Lage, auf die Anforderungen des Markts zu reagieren", betont Feigl. Die Lieferfähigkeit verbessere sich qualitativ und quantitativ. Durch die Möglichkeit der Eigenfertigung erhöhe sich das Know-how weiter. Neue Produkte lassen sich besser entwickeln.
Kunden werden profitieren
Die Vertriebsstruktur ändere sich durch den zweiten Firmenstandort nicht. "Der Standort fungiert als verlängerte Werkbank, zeitnah sind keine Auswirkungen auf die Vertriebspolitik zu erwarten", berichtet der Geschäftsführer. Glas Marte wird in Itter in einem ersten Schritt zwei Millionen Euro in die baulichen Gegebenheiten investieren. Zudem will Feigl dort zirka 40 Mitarbeiter beschäftigen. "Das Ziel ist es, zahlreiche frühere Beschäftigte von Steindl Glas einzustellen." Dafür gebe es bereits gute Signale.