Halle 11, Stand E24 Lumseo: Kontrollieren statt abtippen

Das Start-up Lumeso will auf der glasstec zeigen, wie sich die Auftragserfassung in der Flachglasindustrie mit seiner KI-basierten Software weitgehend automatisieren lässt. Die Softwarelösung entlastet den Vertriebsinnendienst von manueller Dateneingabe, reduziert Übertragungsfehler und bringt Aufträge schneller in die Produktion.

Lumeso-Geschäftsführer Georg Katzlinger-Söllradl (li.) und CTO Christian Kimmeswenger auf der glasstec 2024, damals kurz nach Gründung des Startups.
Lumeso-Geschäftsführer Georg Katzlinger-Söllradl (li.) und CTO Christian Kimmeswenger auf der glasstec 2024, damals kurz nach Gründung des Startups. - © Lumeso FlexCo

Während die Produktion bei Glasherstellern und -verarbeitern laut Lumeso heute bereits weitgehend automatisiert ist, beginnt die Auftragserfassung vielfach noch mit manueller Dateneingabe. Mitarbeiter übertragen Abmessungen, Stückzahlen, Glasaufbauten, Beschichtungen oder Bearbeitungen aus E-Mails, PDFs, Tabellen, Scans und Zeichnungen in das ERP-System.

Software erfasst, Sachbearbeiter prüft

An dieser Stelle setzt die KI-Software an. Sie liest und interpretiert nach Angaben von Lumeso die eingehenden Dokumente, extrahiert die relevanten Informationen heraus und gleicht sie mit den Artikel- und Produktdaten des jeweiligen Unternehmens ab. Den fertig aufbereiteten Auftrag legt das System anschließend dem Sachbearbeiter vor. Dieser prüft die Daten und gibt sie frei. Erst danach übergibt die Software den Auftrag an das angebundene ERP-System. Die letzte Kontrolle bleibt somit beim Menschen, das Abtippen jedoch entfällt.

Mehr Zeit für Kunden

Für die Anwender soll sich das in mehrfacher Hinsicht auszahlen. Der manuelle Erfassungsaufwand sinkt, zugleich schleichen sich weniger Übertragungsfehler in die Bestellung ein. Unternehmen bestätigen Aufträge damit schneller. So gewinnen die Mitarbeiter im Innendienst Zeit für die Kundenbetreuung und andere qualifizierte Aufgaben. Gleichzeitig erreiche die Produktion eine effizientere Auslastung.

Für das Messepublikum aus aller Welt hebt Lumeso eine weitere Eigenschaft hervor: Die KI verarbeite Aufträge unabhängig von der Sprache, in der sie eingehen. Damit eigne sich die Software auch für Vertriebsstrukturen, die über Ländergrenzen hinweg arbeiten. "Wir freuen uns besonders auf den Austausch mit den internationalen Besuchern der glasstec", sagt Georg Katzlinger-Söllradl, CEO und Mitgründer von Lumeso. Gemeinsam mit seinem Team führt er die Software am Stand in Live-Demos vor und gibt ein klares Versprechen ab: "Wir zeigen Ihnen, dass es funktioniert!"

Gegründet im Jahr 2024

Lumeso besteht erst seit dem Jahr 2024 und konzentriert sich mit seinem Angebot auf die Flachglasindustrie. Das Unternehmen bietet eine KI-gestützte Lösung zur Automatisierung administrativer Prozesse in der industriellen Auftragsbearbeitung. Ziel sei es, Flachglas-Unternehmen eine einfache und skalierbare Möglichkeit zu geben, sich den Herausforderungen der Digitalisierung und des Arbeitskräftemangels erfolgreich zu stellen

Zugehörige Themenseiten:
glasstec