Eine solide Planung mit Berücksichtigung zentraler Variablen bildet die Basis für die erfolgreiche Installation einer kontrollierten natürlichen oder hybriden Lüftung. Nur so kommen Vorteile wie ausgewogenes Raumklima und reduzierter Energieverbrauch zum Tragen.
Treibende Kräfte für die automatisierte natürliche Lüftung sind der thermische Auftrieb und der Wind. Um diese voll auszunutzen und das Raumklima bestmöglich zu steuern, werden bei der Planung u.a. die äußere und innere Gestaltung des Gebäudes, Umgebung, thermische Wärmelasten und die Positionierung von Öffnungen berücksichtigt. Lärm, Überhitzung, Zugluft und falsche Bedienung der Gebäudeleittechnik (GTL) sind Risikofaktoren, die es zu vermeiden gilt. Auch Kundenbedürfnisse und Gebäudetypen variieren. "Bei der mitunter komplexen Planung einer natürlichen oder hybriden Lüftung gibt es keinen Königsweg", erklärt Matthias Hecht, Vertriebsleiter DACH bei Windowmaster. "Für eine solide Planung und Ausführung sollten unsere Experten so früh wie möglich ins Boot geholt werden."
Strategie wird individuell definiert

Je nach Gebäudestruktur und Nutzungsart kommen drei Lüftungsprinzipien zum Einsatz: einseitige Lüftung, Querlüftung und Atriumlüftung. Unter bestimmten Umständen kann auch eine Hybridlüftung das Mittel der Wahl sein. Sie kombiniert die Vorteile der natürlichen und mechanischen Lüftung. Einen Großteil des Jahres erfolgt die Zufuhr von Frischluft und Abkühlung des Gebäudes über die natürliche Lüftung, während die mechanische Lüftung z.B. in kalten Wintermonaten eingesetzt wird, um Wärmeverluste zu reduzieren und die zugeführte Frischluft vorzuwärmen.
Zur individuellen Definition der idealen Fensteröffnungsflächen und -winkel ermittelt Windowmaster Windrichtungen und -geschwindigkeiten durch Simulationen und bezieht den erforderlichen Luftwechsel in jedem Raum mit ein. Je nach Windrichtung gibt es Unterschiede beim Winddruck auf der Fassade. Deshalb müssen die Fenster auf verschiedenen Höhen in einem Bereich unabhängig voneinander geregelt werden, um die korrekte Lüftungsleistung zu erzielen.
Die Antriebstechnik entscheidet
Auch der Fensterantrieb entscheidet über den Erfolg des Lüftungssystems. Windowmaster bietet automatische Fensteröffner mit unterschiedlicher Leistung an. Bei vielen Objekten ist die Möglichkeit zur Regelung von Öffnungsfrequenz und -winkel sowie des Timings wichtig, um für ausreichend Frischluft im Gebäude zu sorgen und Zugluft zu vermeiden. "Letztere ist eine der Hauptsorgen unserer Kunden. Diese können wir in der Regel schnell aus der Welt räumen", erklärt Hecht. Da Lösungen zur Fensterautomation meist in eine übergeordnete GLT-Anlage eingebunden sind, werden Fensterantriebe benötigt, die eine Echtzeit-Rückmeldung von Fehlern oder Öffnungspositionen an die GLT ermöglichen. Eine millimetergenaue Ansteuerung der Fensteröffnung sorgt in Verbindung mit programmierten Befehlen für einen besseren Luftstrom – und eine optimierte Energieeffizienz.
So entstehen digital eingebettete Lüftungslösungen, die mit ihrer intelligenten Raumklimaregulierung die Produktivität erhöhen und Natur und Mechanik miteinander kombinieren. "Wir bezeichnen die kontrollierte natürliche Lüftung gerne als Schlüssel zu nachhaltigen Gebäuden", resümiert Hecht. "Bleiben wir bei der Bildsprache: Nur wenn Schlüssel, Schloss, Tür und Gebäude bei der Planung aufeinander abgestimmt sind, können unsere Systeme ihr Potenzial voll entfalten."