Rund 230 Gäste aus Planung, Architektur und Metallbau haben an einem Themenabend von Hueck und Wicona zum Thema Künstliche Intelligenz in der Design Werkschau in München teilgenommen.
Erhöhte Sicherheit und Sanierung im Bestand
Zu Beginn stellte Thomas Meister von BKS den Gästen Eckpunkte des Unternehmensportfolios sowie einige Referenzprojekte vor.
Rupert Blank von Hueck erläuterte den End-of-Life-Aluminium-Ansatz bei den Legierungen Hydro Circal 75 R sowie 100 R. Beide Legierungen haben im Vergleich zu Legierungen aus Primär-Alu eine deutlich reduzierte CO2-Bilanz. Pro Kilogramm Hydro Circal 100 R beträgt die CO2-Emission 0,4 Kilogramm.
Ferner stellte er das Referenzprojekt Omegahaus in Offenbach vor. Es gilt als Leuchturmprojekt für die Leistungsertüchtigung im Bestand.
Blendrahmen und Bauanschluss blieben erhalten, Wicona tauschte die Fensterflügel aus gegen einen speziell entwickelten Sanierungsflügel. Zum Einsatz kamen ein Montagerahmen mit Toleranzaufnahme über Stellhülsen und Verschraubung sowie ein sichtbarer Standardflügel für einfaches Handling, Verglasen und Verklotzen. Ferner kam ein leistungsfähiger Beschlag zur Aufnahme der erhöhten Last zum Einsatz.
Wicona konnte einen hohen Vorfertigungsgrad im Werk erzielen. Zum Einsatz kam die Legierung Hydro Circal 75 R. Die Lösung erreicht einen Wert von Uw kleiner 0,99 W/m2K, eine Luftdurchlässigkeit von 4 (EN 12207) sowie eine Schlagregendichtheit von 9A (EN 12208).

Keynote "KI – Die Jahrhundertchance"
Bilal Zafar hielt eine Keynote mit dem Titel "KI – Die Jahrhundertchance". Mit KI habe der Mensch eine neue Spezies erschaffen, sagte Zafar. Das müsse der Mensch bzw. müsse die Menschheit als große Chance begreifen und nutzen. "KI ist die beste oder letzte Erfindung des Menschen."
"Die KI-Infrastruktur wird strategisch so wichtig wie Erdöl", so Zafar. Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emiraten arbeiteten mit Hochdruck daran, sich als Standorte für Rechenzentren in Stellung zu bringen. Wasser zur Kühlung der Technik sei in den drei Küstenländern reichlich vorhanden, ebenso Solarenergie zur Stromerzeugung per Photovoltaik.
In der täglichen Anwendung werde die KI künftig zum Alltag des Menschen gehören und die klassische Nutzung des Internets ersetzen, sagte Zafar voraus.
Autonomes Fahren sei in den USA inzwischen etabliert, jetzt komme der Provider Waymo auch nach London. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Technik auch auf dem europäischen Festland Fuß fasse. Das Unternehmen gehört zum Google-Mutterkonzern Alphabet.
KI werde auch das Gesundheitswesen und den Umgang des Menschen mit Krankheit oder Krankheitsverdacht grundlegend verändern.
Er wies darauf hin, dass KI ethische Fragen aufwerfe und Risiken mit sich bringe. Hier sei Regulierung nötig ähnlich des Atomwaffensperrvertrags.
Nächster Themenabend am 8. Oktober
Die nächste Veranstaltung von Hueck und Wicona in der Design Werkschau findet am 8. Oktober statt: Umbau statt Neubau - Wie gelingt die Transformation im Bestand? Drei Münchner Architekten geben Einblicke in jeweils eines ihrer Projekte und diskutieren danach, wie die Transformation von Bestandsgebäuden tatsächlich gelingt mit Blick auf Chancen, Grenzen und zukünftige Potenziale. Hier geht's zur Anmeldung.
