Normungs-Marathon im ift Rosenheim Konstruktive Sacharbeit im Schatten der Europawahl

Dass Europa funktioniert und der Handel im europäischen Binnenmarkt gut läuft, ist auch ein Verdienst der fleißigen Normer. Denn ohne einheitliche Standards wäre der europaweite Vertrieb technischer Produkte nicht möglich, von dem auch deutsche Unternehmen profitieren. 29 ift-Mitarbeiter investieren dafür pro Jahr fast 500 Manntage für Sitzungen sowie Vor- und Nacharbeiten. Vom 13. bis 15. März 2019 fand unter Leitung von Institutsleiter Prof. Ulrich Sieberath ein dreitägiger Normungsmarathon in Rosenheim statt.

Die Mitglieder des Normenausschusses Bauwesen NA 005-09-01 AA berieten aktuelle Projekte und stimmten die deutschen Positionen für die europäische Normungsarbeit ab. - © ift Rosenheim

Am 13. März besprachen Experten im „Normenausschuss Bauwesen NA 005-09-01 AA“ die nationalen Normungsprojekte der Fenster- und Türenbranche und stimmten die Standpunkte für die am 14. und 15. März anschließende Sitzung des Europäischen Normungsgremiums TC33/WG1 ab.

Verabschiedung einer DIN-Spec

Hauptpunkte der drei Sitzungstage waren die Verabschiedung einer DIN-Spec mit den Empfehlungen für Wohnungseingangstüren als unterstützendes Dokument zur Anwendung der Produktnorm Innentüren EN 14351-2. Zweiter Punkt war die Vorbereitung der unterstützenden Norm für die Erstellung von Umweltproduktdeklarationen (EPD) von Fenstern und Türen zur Schlußabstimmung. Dritter Arbeitsschwerpunkt war die Beratung eines Normentextes, der die Anwendung der Brand- und Rauchschutzeigenschaften gemäß EN 16034 im Kontext der Produktnormen für Fenster und Türen sowie Innentüren EN 14351-1/2 erleichtern soll.

500 Manntage für Sitzungen

Das ift Rosenheim leistet jedes Jahr fast 500 Manntage für Sitzungen sowie Vor- und Nacharbeiten für 100 verschiedene nationale, europäische und internationale Ausschüsse. „Wir setzen uns dafür ein, dass die Ideen von Gebrauchstauglichkeit, angemessener Produktqualität, fairem Wettbewerb und einer praxisnahen Handhabung möglichst gut in neue Normen und Regelwerke integriert werden.“, sagt Sieberath. Dabei könnten die ift-Normer auf das Wissen von über 200 Kollegen zugreifen, die ihr Wissen aus Prüfung, Forschung, Wissenschaft, Überwachung und Schulungen einbringen.

Die für die Fenster, Türen- und Torhersteller relevanten Ergebnisse aus der Normungsarbeit werden dann im Rahmen des Brandschutzforums im Juni und während der Rosenheimer Fenstertage im Oktober präsentiert.